Das Konzept beschreibt Wolff so: „Wir haben eine deutsch-mediterrane Küche und bringen variantenreiche Tapas auf den Tisch.“ Abends könnten Gäste an einigen Tagen der Woche Livemusik hören. Die Idee zu dem Mix aus Musik und Kulinarik hatte Jasmin Wolff selbst.
Und damit bringt die Gastronomin, die neben dem Travalala noch die Kneipe Die Kiste und die sZiggy’s Bar betreibt, endlich wieder Bands und Solokünstler an die Obertrave. „Es ist mir aber auch total wichtig, dass die Menschen nicht stumpf am eingedeckten Tisch sitzen, sondern entspannt zusammenkommen, um gemeinsam etwas zu essen“, sagt Wolff. Dafür würden sich Tapas anbieten. „Man bestellt vielleicht mehrere Schalen. Jeder kann von jedem nehmen, ganz unkompliziert.“
Bei den Häppchen gibt es klassische und besondere Kreationen: „Wir haben ganz typische Sachen wie die Albóndigas, kleine spanische Hackbällchen in pikanter Tomatensoße, oder frittierte Sardellen.“ Aber es wird auch die deutsche Küche bedacht: „Das nennen wir die Lübecker Platte, beispielsweise Tapas mit Champignons im Lübecker Rotspon. Oder welche mit Rübenmus, das man einst in Lübeck verspeist hat“, zählt Wolff auf.
Musik und Kulinarik
Natürlich fehle auch der Fisch nicht, auf der Speisekarte stehen etwa kleine Matjesbrote. Auch Rosenkohl mit Parmesan, deftige, kleine Bratkartoffeln und ganz viele kleine, süße Tapas können aus der Travalala-Küche geordert werden.Von der Kulinarik zur Musik, von der Küche auf die Bühne: Wer wird spielen? „Die Musik wird spannend, würde ich sagen“, sagt Wolff. „Wir versuchen, für die regionalen Leute wieder einen Treffpunkt zu schaffen. Gleichzeitig nehmen wir viele überregionale Booking-Anfragen an, die bereits eingelaufen sind.“ Eigentlich sei es „qualitativ hochwertige Musik aus der ganzen Welt“. Einschränkungen gebe es keine. Es könnten genauso Studenten der Lübecker Musikhochschule auftreten wie regionale Künstler und solche aus der Ferne. „Es kann genauso gut passieren, dass Leute aus Australien kommen“, sagt die Gastronomin.
Einen Ausblick auf das nächste Livekonzert kann Wolff noch nicht geben, „weil mein Mann gerade noch am Herumbasteln ist“. Ein paar Regeln kündigt die Travalala-Chefin an: So werde es einen Gong zu einer bestimmten Uhrzeit geben, der darauf hinweist, dass die Leute sich auf Auftritte vorbereiten können. „Das ist der Moment, wo wir die ersten Tische in der Mitte zur Tanzfläche wegstellen. Beim zweiten Gong geht’s Richtung Soundcheck und beim dritten geht dann die Musik los“, sagt Wolff. Wie schafft die Lübeckerin, deren tägliche Arbeitszeit gern mal auf 16 Stunden klettert, das alles? „Ich weiß auch nicht so genau, woher ich die Kraft nehme“, antwortet sie. Es seien die Freunde, die Familie und das Lächeln der Gäste. „Ja, ich gebe ihnen etwas, aber sie geben mir noch viel mehr zurück.“ Nach der Eröffnung hat das Travalala jetzt täglich von 12 bis 24 Uhr geöffnet. Dienstags ist Ruhetag. An das Funambules erinnert übrigens kaum noch etwas: Es ist heller, rauchfrei und ohne Spielautomaten. Aber mit Livemusik – so wie früher.