Darum geht es: Die Stadtwerke Lübeck möchten in der Ziegelstraße das Fernwärmenetz ausbauen. Die Arbeiten sollen 18 Monate dauern und sind geplant für die Zeit vom 1. Februar 2027 bis 31. August 2028. Die Schönböckener Straße soll dabei zeitweilig als Umleitungsstrecke dienen und muss deswegen mehr Verkehr schultern als sonst. Sie ist allerdings in keinem guten Zustand. Die Stadt will die Straße deswegen noch in diesem Herbst instand setzen. Sie plant mit Kosten in Höhe von 800.000 Euro.
„Die Umleitungsstrecke muss funktionieren“, sagte Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos) im Hauptausschuss. Die Stadt wolle deswegen entsprechend vorsorgen. „Wenn die Umleitung erst einmal läuft, kann man nicht mehr viel machen“, sagte die Senatorin.
Die Bauverwaltung plant, in den Herbstferien zwischen dem 9. und dem 23. Oktober die Asphaltdeckschicht zu sanieren. Betroffen ist ein 1400 Meter langer Abschnitt zwischen Fackenburger Allee und Hugo-Distler-Straße. Die Stadt will die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich halten.
„Aufgrund der geringen Fahrbahnbreiten ist eine zeitweise Vollsperrung der Schönböckener Straße unumgänglich“, schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Beschlussvorlage für die Politiker. Der Autoverkehr soll großräumig über die Ziegelstraße und den Padelügger Weg umgeleitet werden.
Auch der Busverkehr ist betroffen. Im ersten Bauabschnitt wird der ÖPNV sowohl die Artlenburger Straße als auch die Schönböckener Straße nicht nutzen können. Die Umleitung erfolgt stattdessen über die Ziegelstraße, den Padelügger Weg, die Kieler Straße und die Straße Hofland.
Im zweiten Bauabschnitt wird der Linienverkehr aus und in Richtung Schönböckener Straße nicht durch die Artlenburger Straße fahren können. Die Umleitung erfolgt dann über die Beethovenstraße und die Ziegelstraße bis zum Ziegelteller.
Die Stadt hätte die Sanierung gerne schon in den Sommerferien erledigt. Seinerzeit gab es aber Fernwärmearbeiten in der Schönböckener Straße, weshalb das nicht möglich war.
Nun wollen die Stadtwerke ab kommendem Jahr 18 Monate lang in der Ziegelstraße tätig sein. Der betroffene Bereich befindet sich zwischen der Einmündung Bergenstraße und der Einmündung Leimsiede. „Die Arbeiten werden abschnittsweise umgesetzt“, sagt Stadtwerke-Sprecher Tim Krawczyk. Behinderungen soll es deswegen nur in den Bereichen geben, in denen gerade gebuddelt wird.
Die Auswirkungen für Verkehr und Anwohner sollen so gering wie möglich gehalten werden. „Eine durchgehende Vollsperrung des gesamten betroffenen Bereichs über die gesamte Bauzeit ist nach heutigem Planungsstand nicht vorgesehen“, sagt der Sprecher. Rad- und Gehwege sollen weitgehend nutzbar bleiben. Zeitweise Einschränkungen in einzelnen Abschnitten können die Stadtwerke jedoch nicht ausschließen. Dann würde es entsprechende Umleitungen geben.
Noch stehen nicht alle Details fest. Nach derzeitigem Stand sollen die Arbeiten im Bereich der Fackenburger Allee beginnen. „Anschließend wird die Fernwärmeleitung abschnittsweise über den Ziegelteller bis zur Einmündung Bergenstraße verlegt“, sagt Tim Krawczyk.
Die Arbeiten seien ein wichtiger Baustein der Fernwärmestrategie der Stadtwerke. „Ziel ist es zunächst, bestehende Netze miteinander zu verknüpfen, die vorhandene Infrastruktur effizient zu nutzen und die Fernwärmeversorgung schrittweise auf erneuerbare Energien umzustellen“, sagt der Sprecher. Auf dieser Grundlage könne anschließend der weitere Ausbau der Fernwärmeversorgung erfolgen.
„Parallel dazu werden Anfragen für Fernwärmeanschlüsse entlang der Trasse geprüft“, sagt Tim Krawczyk. Wie viele neue Hausanschlüsse durch die Arbeiten hinzukommen könnten, kann der Sprecher aber derzeit nicht beziffern.
Die dritte Baustelle steht mit den beiden anderen nicht im Zusammenhang. Sie betrifft den Kreuzungsbereich Krempelsdorfer Allee/Stockelsdorfer Straße/Friedhofsallee. Dort werden Fahrbahn und Radweg saniert. Los geht es am kommenden Montag, 5. Oktober, mit geringen Einschränkungen. Ab dem 12. Oktober wird dann nur noch die Krempelsdorfer Allee mit jeweils einer Fahrspur stadtaus- und stadteinwärts befahrbar sein.
Stockelsdorfer Straße (und entsprechend die Autobahn-Zufahrt Lübeck-Zentrum) und Friedhofsallee werden über die Kreuzung nicht mehr erreichbar sein. Beide Straßen werden Sackgassen. Die Stadt schildert Umleitungen aus. Der Rad- und Fußverkehr wird am Baufeld vorbeigeleitet. Die Erreichbarkeit der Feuerwache ist laut Stadt sichergestellt. Die Kreuzung soll ab 21. Oktober wieder wie gewohnt befahrbar sein.