Gesund beginnt im Mund Kauen fördert Sprachentwicklung, kognitive Fähigkeiten bis ins Alter, Verdauung sowie Mund- und Allgemeingesundheit.
Täglich knackiges Obst und Gemüse fördern die Zahngesundheit und liefern dem Körper die nötige Energie.Foto: pixabay (Symbolbild)Kiel. Kauen gehört zu den alltäglichsten Dingen, die wir tun, und erhält vielleicht aus diesem Grund nicht die Beachtung, die es eigentlich verdient. Dabei ist die uneingeschränkte und schmerzfreie Kaufähigkeit eine der Säulen, auf denen unser Wohlbefinden ruht – jeden Tag, ein Leben lang. Unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – Kau dich fit!“ hat der Tag der Zahngesundheit Ende September auf diesen wichtigen Zusammenhang hingewiesen. Kauen wirkt sich auf vielfältige Weise positiv auf den Körper aus: Es unterstützt die Mundgesundheit durch das regelmäßige Training der Kiefermuskulatur. Indem wir unser Essen bereits im Mund zerkleinern und mit Speichel vermischen, fördern wir gleichzeitig Verdauung und Nährstoffaufnahme. Gute Kaufähigkeit unterstützt bei Kleinkindern die Sprachbildung und trägt im Alter zum Erhalt der kognitiven Fähigkeiten bei. Studienerkenntnisse deuten darauf hin, dass Kauen die Hirndurchblutung steigert und es gibt Hinweise aus Studien, dass eine eingeschränkte Kaufunktion mit einem erhöhten Demenzrisiko assoziiert sein könnte. „Schon im Kindesalter wird die Basis für gesunde Ernährungs- und Mundhygienegewohnheiten gelegt, damit die Kaufähigkeit möglichst lange erhalten bleibt“, betont Dr. Michael Brandt, Präsident der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein. „Ein besonderes Augenmerk sollte auf das zahngesunde Frühstück gelegt werden: Knackige Gurken, Paprika, Möhren oder frisches Obst und Vollkornbrot sind förderlich für eine natürliche Belastung der Zähne und Kiefer. Die gesunde Ernährung dient als Energielieferant für alle wichtigen Körperfunktionen und trägt nebenbei zur Vermeidung von Übergewicht bei.
Für eine gesündere
Gesellschaft
Lebenslange gute Kaufähigkeit hängt nicht nur davon ab, wie man isst, sondern auch, was man isst. Seit Jahren gibt es einen negativen Trend hin zum Konsum stark verarbeiteter, oft zu weicher Lebensmittel, säurehaltiger Getränke und Snacks wie Riegel und Chips sowie zu überhöhtem Zuckerkonsum. Zuckerreiche Ernährung fördert die Entstehung von Karies und begünstigt Entzündungen des Zahnfleischs, während säurehaltige Getränke Zahnerosionen verstärken. Der Zahnhalteapparat kann durch weiche, wenig kauintensive Lebensmittel nachhaltig Schaden nehmen.