Ganz nah an der Fußgängerzone parken
Neue Parkmöglichkeiten für Schwerbehinderte in der Mengstraße – Mehr Stellplätze für Anwohner eingerichtet.

Wo früher absolutes Halteverbot bestand, sind in der Mengstraße jetzt fünf Schwerbehindertenparkplätze. Weiter unten darf mit Bewohnerparkausweis geparkt werden.Foto: Agentur 54°
Lübeck. Am liebsten mit dem Auto bis vors Geschäft fahren. So der Traum vieler Kunden. Nun gibt es neue Parkplätze in der Innenstadt: in der Mengstraße und An der Untertrave. „Näher an der Fußgängerzone mit entsprechendem Ausweis parken, geht tatsächlich nicht“, sagt Pressesprecherin Nina Rehberg.

Gemeint sind damit die neuen Schwerbehindertenparkplätze in der oberen Mengstraße. Sie sind dort entstanden, wo früher die Zufahrt zum Karstadt-Parkhaus war. Einst gab es dort zwei Fahrspuren in Richtung Fußgängerzone. In Richtung Schüsselbuden bestand ein absolutes Halteverbot. Nachdem die Bauarbeiten in der oberen Mengstraße nun abgeschlossen sind, wurden fünf Schwerbehindertenparkplätze eingerichtet. Dort ist das Parken ausschließlich mit dem blauen EU-Schwerbehindertenparkausweis erlaubt. Außerdem gilt ein eingeschränktes Halteverbot, in dem man mit Bewohnerparkausweis oder auch mit einem Schwerbehindertenparkausweis (alle Arten) parken darf. Auch das zügige Be- und Entladen ist auf diesem Abschnitt jetzt gestattet.

Und auch in der unteren Mengstraße gibt es eine Veränderung: Rund um die Zufahrt zur Getränkefirma Dramburg & Hertwig war das Bewohnerparken teilweise nur nachts und am Sonntag zugelassen, damit Lkw hier ein- und ausfahren konnten. „Da sich diese Firma nun schon länger nicht mehr am Standort befindet, wurde das Bewohnerparken angepasst“, sagt Rehberg. Bewohner mit Parkausweis könnten dort ab 18 Uhr sowie am ganzen Wochenende stehen bleiben.

Sieben neue Bewohner-Parkplätze gibt es ebenfalls in der Straße An der Untertrave zwischen der Mengstraße und der Beckergrube vor dem Tesdorpfhaus: Bewohner mit Parkausweis dürfen dort montags bis freitags von 18 bis 7 Uhr sowie am Samstag und Sonntag ganztägig stehen. Die Stadt habe dies eingerichtet, „um den notwendigen Bedarf an Bewohnerparkplätzen in dem Bereich zu schaffen, gerade in den Abend- und Nachtstunden und am Wochenende“.

Zusätzlich verweist die Stadt auf die „hervorragende ÖPNV-Anbindung“, die die Innenstadt biete. „Besucher wollen so weit wie möglich in die Innenstadt fahren“, sagt Nina Rehberg. „Dieser Wunsch besteht immer in Kombination mit der Nutzung eines Pkw, anstatt auch die Alternative des ÖPNV oder Fahrrads zu sehen.“ Denn auch das sei Fakt: Kostenfreie Plätze auf der Altstadtinsel gäbe es keine. Wer parken wolle, müsse auch bezahlen – zumindest auf städtischen Flächen. und Katharina Hertzberg

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