„Die Verkrautung der Wakenitz ist ein riesiges Thema bei uns“, sagt Tobias Klotz, Organisator des WakenitzMan vom Lübecker Verein Tri-Sport. „Ich trainiere ja auch privat in der Wakenitz und musste meine Strecken wegen der vielen Pflanzen schon anpassen.“
Unlängst ist es zu einem tragischen Vorfall in der Wakenitz gekommen. Ein 58-jähriger Kajakfahrer ist gekentert – und nicht wieder zurück auf sein Kajak gekommen. Taucher der Lübecker Feuerwehr und der DLRG haben den Mann stundenlang vergeblich gesucht. Das Problem: Wegen der vielen Pflanzen mussten sie ihre Suche immer wieder unterbrechen, um sich selbst von den Wasserpflanzen zu befreien. Auch das mobile Sonargerät funktionierte nicht wegen der wuchernden Pflanzen.
Der Teil der Wakenitz zwischen Rotenhusen und Müggebusch ist laut Tobias Klotz klarer, danach wird es trüb und verkrautet. „Wir schauen mit wachsender Sorge auf das Problem. Wir haben in den vergangenen Jahren ganz klar festgestellt, dass die Verkrautung in der Wakenitz stark zunimmt. Es ist immer schlimmer geworden, absolut“, sagt Klotz, der aber für den kommenden WakenitzMan keine großen Probleme für Schwimmer sieht. „Unsere Faustregel lautet: Wo Fahrgastschiffe durchkommen, schaffen es auch Paddler und Schwimmer.“
Damit es beim WakenitzMan am 30. August nicht zu tragischen Zwischenfällen kommt, haben die Organisatoren ein Sicherheitskonzept entwickelt. „Jeder Schwimmer wird von einem Boot begleitet. Das ist nicht nur wegen der vielen Wasserpflanzen und der Sicherheit für die Athleten im Allgemeinen, sondern auch, damit die Schwimmer auf dem richtigen Weg bleiben“, sagt der WakenitzMan-Organisator. „Außerdem werden die Schwimmer auch von der DLRG begleitet. Ich denke, mit dem Sicherheitskonzept werden wir gut fahren, ich mache mir da keine Sorgen.“