Das Motiv kommt im dritten Jahr in Folge erfolgreich zur Geltung. Denn 2024 hatte das Gärtnerei-Team der Diakonie Nord Nord Ost – Menschen mit und ohne Behinderungen – winterharte Stauden angepflanzt, die in diesem Sommer dank der Pflege nun erneut zur Blüte gekommen sind. „Das ist viel nachhaltiger, als wenn wir jedes Jahr neu pflanzen würden“, so Hendrik Liercke vom Garten- und Landschaftsbau der Diakonie Nord Nord Ost. „Die Vegetationsdecke ist größer geworden durch die Stauden. Darum bildet sich immer weniger Unkraut und wir müssen auch weniger wässern.“ Genug zu tun bleibt dennoch für sein Team. Unter anderem müssen Stauden zurückgeschnitten und die Rasenflächen gemäht werden.
Nachhaltig ist und bleibt auch die Kooperation mit der Hansestadt Lübeck. Diese übergibt die Pflege der Bepflanzung des Lindentellers sowie der Fläche direkt vor dem Holstentor bereits seit 2004 in jedem Frühjahr in die Verantwortung der Diakonie Nord Nord Ost. „Die Passanten sehen Jahr für Jahr, welche Leistungen Menschen mit Behinderungen erbringen und dass sie ganz selbstverständlich zur Gesellschaft dazugehören“, Lutz Regenberg. Es ginge darum, Barrieren zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen weiter abzubauen.
Das Lob aus der Bevölkerung motiviert das Team der Gärtnerinnen und Gärtner immer wieder. Entsprechend ist es weiter mit viel Engagement vor Ort und pflegt das Ensemble bis in den Herbst hinein, bis es winterfest ist. Der Lindenteller bleibt also noch lange ein echter Hingucker – und sendet weiterhin eine wichtige Botschaft.