Bessere Note für den Lübecker Flughafen
Airport rückt im Flughafencheck der Pilotenvereinigung Cockpit auf Platz 27 vor – Kritik gibt es wegen des fehlenden Rollwegs.

Ein Bodenlotse winkt einen Ryanair-Flieger am Flughafen Blankensee ein.Foto: Agentur 54°
Lübeck. Lübecks Airport ist nicht mehr Schlusslicht beim Flughafencheck der Pilotenvereinigung Cockpit (VC). Blankensee konnte sich in dem Ranking vom letzten Platz (31) im Vorjahr auf Rang 27 verbessern. Bislang waren VC-Vertreter bei den lokalen Besprechungen der Sicherheitsteams (Local Runway Safety Teams) in Lübeck nicht dabei. Da hat der Flughafen jetzt nachgebessert.

Die Vereinigung bemängelt ein „erhöhtes Sicherheitsrisiko wegen des fehlenden parallelen Rollwegs an Start- und Landebahn“, weil Wendemanöver auf der Bahn erforderlich seien. Zudem seien die Freiflächen vor und hinter der Landebahn, die das Risiko beim Überschießen der Piste mindern, „sehr kurz“, kritisiert die Pilotenvereinigung.

Die Kritik der Piloten ist für den Eigner und Geschäftsführer des Lübecker Airports, Winfried Stöcker, nicht neu. Auch er spricht sich vehement für den Ausbau des notwendigen Rollwegs aus. Stöcker fordert von der Landesregierung „ein paar Quadratmeter eigener Fläche für die dringend erforderliche Ergänzung der Rollbahn“.

Durch das Aufstellen sogenannter Tora-Schilder konnte sich der Flughafen laut VC leicht verbessern. Das sind Angaben über exakte Längen der Start- und Landebahn. Die Pilotenvereinigung urteilt schließlich: „Der Flughafen bietet eine moderne Infrastruktur, präzise Instrumentenanflugverfahren und eine entspannte Atmosphäre. Piloten und Gäste profitieren von kurzen Wegen und effizienten Bodenprozessen.“ VC-Note: 2,67. Schlusslicht ist Rostock-Laage mit Platz 31 und einer Note von 3,23.

„Wir freuen uns, dass die Vereinigung Cockpit unsere positive Entwicklung anerkennt, und danken ihr für die konstruktive Begleitung“, sagt Flughafen-Prokurist Nicolas Voß. „Wir haben in den vergangenen Jahren deutliche Verbesserungen erreicht und werden diesen Weg konsequent fortsetzen.“ Weiteres Entwicklungspotenzial sieht der Airport insbesondere beim parallelen Rollweg und bei den Sicherheitsflächen am Ende der Start- und Landebahn.
„Deren Weiterentwicklung ist aufgrund der besonderen naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen derzeit nicht möglich“, erklärt Flughafensprecherin Stefanie Eggers.Jeder Flughafen aus dem Ranking der Pilotenvereinigung wurde von der jeweils zuständigen Landesluftfahrtbehörde überprüft und zugelassen. „Daher können alle deutschen Flughäfen grundsätzlich als ausreichend sicher angenommen werden“, heißt es von der Vereinigung. Sie nehme jedoch auf Grundlage einer Risikoanalyse eine eigene Bewertung vor. München ist mit der Note von 1,2 Spitzenreiter beim aktuellen Flughafencheck und laut VC der sicherste Airport Deutschlands. und JAC
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