Das Schwesterschiff des Ende 2025 angekündigten Neubaus entsteht ebenfalls auf der China Merchants Jinling Shipyard im chinesischen Nanjing. Das erste Schiff soll noch vor dem Sommer 2030 in Dienst gestellt werden.
Mit den beiden Neubauten reagiert TT-Line auf die wachsende Nachfrage im Güter- und Passagierverkehr zwischen Deutschland, Schweden, Polen und Litauen. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen das Ziel, den Betrieb effizienter und klimafreundlicher zu gestalten.
Platz für 1000 Passagiere
Die Fähren werden Platz für bis zu 1000 Passagiere bieten und mit 5400 Lademetern deutlich mehr Fracht aufnehmen können als die bisherigen Green Ships „Nils Holgersson“ und „Peter Pan“, auf deren Erfahrungen die neue Baureihe aufbaut.
Kernstück des Konzepts ist ein LNG-Hybridantrieb, der mit einem Batteriespeichersystem auf Basis von Lithium-Eisenphosphat-Zellen kombiniert wird. Die Batteriekapazität liegt zunächst zwischen 5,5 und 10 Megawattstunden und kann später erweitert werden. Nach Angaben des Unternehmens sind die Schiffe bereits so ausgelegt, dass zusätzliche Batteriesysteme problemlos nachgerüstet werden können. Langfristig soll dadurch ein deutlich höherer elektrischer Fahranteil möglich werden.
Im Hafen sollen die Neubauten vollständig elektrisch betrieben werden können. Dadurch entfallen während der Liegezeiten und beim An- und Ablegen sowohl lokale Emissionen als auch Motorengeräusche. Unterstützt wird das Konzept durch leistungsfähige Landstromanschlüsse, über die die Batterien während der Hafenaufenthalte geladen werden können.
Mehr Komfort für Gäste
Auch für Passagiere verspricht TT-Line mehr Komfort. Vorgesehen sind 300 moderne Kabinen mit unterschiedlichen Ausstattungen für Familien, Paare und Berufskraftfahrer. Hinzu kommen größere Restaurants und Lounges sowie ein erweitertes Freizeitangebot mit Sonnendeck, Sauna, Whirlpool, Kinderspielbereich und einem separaten Bereich für Reisende mit Hund.
„Mit dem Auftrag für ein zweites Green Ship 2.0 unterstreichen wir unser langfristiges Engagement für moderne und effiziente Transportlösungen auf der Ostsee“, sagt Geschäftsführer Bernhard Termühlen.
Andreas Schärli, der das operative Geschäft leitet, betont, die Kombination aus LNG-Antrieb, Batterietechnik und Landstrom schaffe die notwendige Flexibilität, um künftige Umweltauflagen zu erfüllen und die Schiffe auf einen vollständig elektrischen Betrieb vorzubereiten.