Bereits im Dezember 2025 hatte die Stadt auf den Rampen der La-Rochelle-Brücke ein absolutes Haltverbot eingerichtet. Das sollte den Verkehr flüssiger machen. Doch die erhoffte Entlastung blieb aus. Deshalb wird das Halteverbot nun auf die Brücke selbst ausgeweitet. Nach Angaben des Bereichs Stadtgrün und Verkehr stehen im näheren Umfeld ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
Für die Anwohner ist diese Entscheidung ein Grund zur Freude. Die Maria-Mitchell-Straße verbindet den Hochschulstadtteil über die La-Rochelle-Brücke mit dem Bornkamp und ist die einzige Zufahrt in das Wohngebiet. „Durch die dort parkenden Fahrzeuge wird die Fahrbahn regelmäßig so stark verengt, dass nur eine Fahrspur nutzbar bleibt“, schilderte Anwohner Simon Behrendt den LN im Mai. Fahrzeuge müssten häufig anhalten, ausweichen oder sogar längere Strecken zurücksetzen, um aneinander vorbeizukommen.
„Noch kritischer ist es, wenn dort ein Bus fährt“, sagte Anwohner Thomas Kohl. Sorgen machten sie sich aber nicht nur um den Linienverkehr. Sie befürchteten auch, dass Feuerwehr und Rettungsdienst im Ernstfall wertvolle Zeit verlieren könnten.
Sowohl für Auto- als auch für Radfahrer war die Verkehrssituation bisher sehr unübersichtlich. Wegen der Kuppe auf der La-Rochelle-Brücke ist die Straße nicht vollständig einsehbar. Wer auf die Brücke zufahre, erkenne oft erst spät, ob Gegenverkehr komme oder wo sich die nächste Ausweichmöglichkeit befinde, erzählt Anwohnerin Theresa Schaube, die dort regelmäßig mit dem Rad unterwegs ist.
Die Beschwerden der Anwohner landeten schließlich bei der Stadt. Die Straßenverkehrsbehörde schaltete Ordnungsamt und Polizei ein und ließ die Situation bis zum 27. Mai intensiv beobachten. Nach der Auswertung ist nun eine Entscheidung gefallen: Nach Angaben der Stadt haben die Halteverbote auf den Rampen das Problem nicht gelöst. Deshalb gilt das absolute Halteverbot künftig auch auf der La-Rochelle-Brücke selbst.