„Wir wollen bis Ende August 100 Prozent der benötigten Unterschriften erreichen“, sagt Detlev Stolzenberg, Kommunalpolitiker, Bürgerschaftsmitglied (Die Fraktion) und Unterzeichner des Begehrens. „Wir möchten weitere 100 Personen in Lübeck motivieren, sich in den Sommerferien für den Erhalt des Mühlentortellers einzusetzen.“
8700 Unterschriften müssen die Initiatoren des Bürgerbegehrens sammeln. Erfahrungsgemäß sind jedoch nicht alle gesammelten Unterschriften gültig. „Viele Menschen haben Vorbehalte, ihr Geburtsdatum anzugeben“, berichtet Stolzenberg, „aber ohne diese Angabe ist die Unterschrift ungültig.“ Die Initiatoren gehen davon aus, dass sie mehr als 10.000 Unterschriften bis zum 24. August sammeln müssen, damit 8700 gültige darunter sind. Im Schnitt würden zehn bis 20 pro Stunde zusammenkommen, rechnet Stolzenberg vor.
Bislang sei der Zuspruch für den Erhalt des Mühlentor-Kreisverkehrsplatzes groß, sagt der Kommunalpolitiker. „Nach dem zweiten Wochenende sind bereits 1000 Unterschriften zusammengekommen.“ Auch beim Volksfestzug waren die Sammler unterwegs. Gleichwohl könnte die Zeit knapp werden. Zumal die Sammlung in die Sommerferien fällt und auch die Sammler in den Urlaub fahren. Wer Unterschriftenlisten im eigenen Ladengeschäft oder in einer Praxis auslegen möchte, kann sich bei Detlev Stolzenberg unter Telefon 0163/6352000 melden.
Bereits ausgefüllte Unterschriftenlisten müssten fortlaufend abgegeben werden, damit es einen Überblick über die erreichte Anzahl an Unterschriften gebe, erklärt der Unterzeichner und Kommunalpolitiker.
Gelegenheit zur Abgabe von ausgefüllten Unterschriftenlisten gebe es am kommenden Samstag ab 10 Uhr an den Info-Ständen auf dem Wochenmarkt Am Brink, teilt Stolzenberg mit, oder im Büro der Initiative, St.-Jürgen-Ring 34.
Ende Mai hatte die Bürgerschaft beschlossen, den Mühlentorplatz zu einer Kreuzung umzubauen. Gegner dieser Lösung starteten daraufhin das Bürgerbegehren „Ihre Stimme zählt: Ja zum Erhalt des Mühlentor-Kreisverkehrsplatzes“. Lübeck hat bereits mehrere erfolgreiche Bürgerbegehren erlebt – zur Rettung des Flughafens, der Winterlinden an der Untertrave, für einen besseren Radverkehr und für das Klima.