Rund 90 Prozent der COPD-Patientinnen und -Patienten rauchen oder haben früher geraucht. Damit bleibt die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) die häufigste Krankheit, die vor allem durch das Rauchen verursacht wird. In Lübeck leben rund 8800 an COPD Erkrankte im Alter ab 40 Jahren. Das entspricht 7,1 Prozent der dort lebenden Gesamtbevölkerung. Neuesten Erkenntnissen zufolge sind Frauen dabei gefährdeter als Männer, da ihre Bronchien empfindlicher auf Schadstoffe reagieren. Diese Zahlen veröffentlichte die AOK anlässlich des Weltnichtrauchertages Ende Mai.
„Rauchen ist weiterhin der größte vermeidbare Risikofaktor für COPD und Krebs. Daher sollten wir bei diesem Thema weiter am Ball bleiben und den Rauchverzicht gerade bei Jugendlichen in Lübeck fördern, damit sie erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch. Atemnot, Husten und Auswurf: das sind die typischen ‚AHA‘-Symptome einer COPD-Erkrankung. Die Krankheitshäufigkeit steigt ab dem 40. Lebensjahr mit zunehmendem Alter deutlich an. Beim Rauchen eingeatmete Partikel rufen eine Entzündung des Lungengewebes hervor, die langfristig zu einer chronischen Verengung der Bronchien und damit zu einem erhöhten Atemwiderstand führt. Aber auch das Einatmen anderer Schadstoffe oder chronisch wiederkehrende Atemwegsinfekte können zur Entstehung der Krankheit beitragen und diese verschlimmern. Tabaksucht sei in 80 Prozent die Hauptursache aller Lungenkrebsfälle sowie anderer Krebserkrankungen, so Wunsch. Gesetzliche und private Krankenkassen bieten unterschiedliche Präventions- und Behandlungsprogramme für ihre Mitglieder an.