Das sind die Änderungen im Detail:
■ Die Buslinien 3, 10, 11, 21, 30, 31, 34, 40 und 50 fahren zwischen Gustav-Radbruch-Platz und Zob/Hauptbahnhof wieder über Stadttheater und Schüsselbuden. Die Umleitung über die Falkenstraße und Wahmstraße entfällt.
■ Die Buslinie 12 nimmt in beiden Richtungen den Weg über die Untertrave und bindet so auch die westliche Altstadt wieder an den Linienverkehr an.
■ Die Buslinie 4 kehrt zu ihrem alten Linienweg zwischen Groß Grönau und Heiweg zurück. Die Linie 41 entfällt. Da die 4 aus Platzgründen nicht aus der Wahmstraße rechts in die Königstraße einbiegen kann, muss sie einen Kringel über Sandstraße und Mühlenstraße fahren. „Für diese Schleife sind im Abbiegebereich von der Mühlenstraße in die Königstraße Halteverbote zu prüfen“, schreibt die Stadt.
Neue Direktlinie 44: vom Kaufhof zur Universität
■ Eine neue Buslinie 44 verbindet das Uniklinikum (UKSH) und den Kaufhof direkt im Halbstundentakt – sie fährt nicht über die Altstadt. Damit löst die Stadt ein Versprechen aus dem Regionalen Nahverkehrsplan ein, der großes Potenzial für diese Verbindung sieht. Langfristig soll dort ein Zehn-Minuten-Takt gefahren werden. Los geht es aber erst einmal mit einem 30-Minuten-Takt montags bis freitags. Die Fahrzeit vom Kaufhof zum UKSH reduziert sich dadurch von 25 auf 14 Minuten. Die Thomas-Mann-Schule bekommt so eine direkte Anbindung nach St. Jürgen. Die Einrichtung einer neuen Haltestelle an der Wallbrechtstraße wird von der Stadt geprüft. Die örtlichen Voraussetzungen sind jedoch schwierig. Deswegen glaubt die Stadt nicht an eine Umsetzung im Jahr 2026. Die 44 soll zudem die Nordtangente sowie das Gewerbegebiet am Niels-Bohr-Ring anbinden. Sie ersetzt dort die Linien 15 und 25. Ein Betrieb am Wochenende ist derzeit nicht vorgesehen.
■ Ebenfalls neu ist die Linie 14. Bislang hat die Linie 30 den Abschnitt zwischen Zob/Hauptbahnhof und Stephensonstraße bedient. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens am Berliner Platz war es jedoch immer wieder zu Verspätungen gekommen. Die Linie 30 fährt künftig nur noch zwischen Zob/Hauptbahnhof und Travemünde. Die Teilstrecke zur Stephensonstraße wird künftig von der 14 bedient. „Verspätungen aus der Befahrung des Berliner Platzes übertragen sich so nicht mehr in Richtung Travemünde“, schreibt die Stadt in einem Bericht an den Bauausschuss.
Linie 50: Änderungen■ Die 15 fährt künftig vom Gustav-Radbruch-Platz über Falkenstraße zur Sudetenstraße. Aber: Montags bis freitags soll jede zweite Fahrt verlängert werden. Diese würden dann im 60-Minuten-Takt nicht am Gustav-Radbruch-Platz enden, sondern zusätzlich durch die Innenstadt zum Zob fahren. Das müsste die Politik allerdings absegnen.
■ Am Wochenende fahren die Linien 31 (sonnabends) sowie die 2 und 12 (sonntags) auf den Kernabschnitten künftig im 30-Minuten-Takt.Die Verlängerung der Linie 15 sowie die Änderungen in Travemünde mussten von den Politikern abgesegnet werden, was der Bauausschuss einstimmig tat.
Verdrängt Weihnachtsmarkt den Busverkehr?
Normalerweise treten neue Fahrpläne schon im Dezember in Kraft. Wegen des Sicherheitskonzepts für den Weihnachtsmarkt dürfen Busse allerdings dann noch nicht durch Koberg, Breite Straße und Beckergrube fahren. Deswegen gilt der neue Fahrplan erst ab Anfang Januar. Und was ist mit dem Busverkehr während der Weihnachtsmärkte in den Folgejahren? Muss er dann umgeleitet werden? „Das Sicherheitskonzept ist noch in Arbeit“, sagte Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos) im Bauausschuss. „Restriktionen sind möglich.“Auch die Situation in der Mühlenstraße war Teil der Debatte. Nach der Sperrung der Mühlentorbrücke verkehrt in diesem Bereich nur noch die Linie 7. „Dort sind viele wirtschaftlich beeinträchtigt“, sagte Olivia Kempke vom Lübeck Management. Sie wünschte sich einen Austausch, wie die Situation verbessert werden kann. Für die Linie 7 ist der Umweg nur gering“, sagte Stadtplaner Christian Stolte. Alle anderen Linien hätten deutlich längere Fahrzeiten, wenn sie durch die Mühlenstraße fahren würden. Ulrich Pluschkell (SPD) schlug vor, die Linie 15 durch die Mühlenstraße zu leiten. Senatorin Joanna Hagen sagte zu, diesen Vorschlag zu prüfen.