Banner als Zeichen: Lübeck dankt Rettern
Feuerwehr und Rettungsdienste erleben Anfeindungen – Riesen-Plakat an A1 soll Solidarität zeigen.

Mit diesem 50 Quadratmeter großen Banner am Schlauchturm der Feuer- und Rettungswache 1 wird auf die Kampagne „Respekt für Retter“ aufmerksam gemacht.Foto: Holger Kröger
Lübeck. Die Kampagne läuft bereits seit Ende März. Aber besonders auffällig wird die „Respekt für Retter“-Aktion so richtig erst jetzt. Grund: das riesige Banner am Schlauchturm der Feuer- und Rettungswache 1, direkt an der Autobahnauffahrt Lübeck-Zentrum an der A1, in der Börnhövedstraße 10. Darauf zu sehen: Katrin Bödecker vom Technischen Hilfswerk (THW), Notärztin Mareike Harte vom UKSH und Feuerwehrmann Alexander Speer.

Sie sind drei von insgesamt 44 Heldinnen und Helden des Alltags, die der Kampagne auf Plakaten, Flaggen, Bannern, Großtransparenten und im digitalen Raum ein unübersehbares Gesicht geben. Hinter der öffentlichkeitswirksamen Offensive steckt ein Bündnis der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Hansestadt Lübeck und einer Vielzahl an Partnern der „Blaulichtfamilie“.

Anlass ist, dass immer häufiger Helferinnen und Helfer in Notfallsituationen Anfeindungen statt Dankbarkeit erleben. Titus Jochen Heldt, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung, bringt es auf den Punkt. „Das riesige Banner am Schlauchturm soll allen Rettern zurufen: ‚Ihr seid wichtig, verdient unseren Dank und unsere Wertschätzung‘“, so Heldt.

Die Kampagne vereint mittlerweile fast alle helfenden Hände der Region: Von der Polizei über die Johanniter und Malteser, das DRK bis hin zur DLRG und den großen Kliniken ziehen alle an einem Strang. „Mit dieser Gemeinschaftsaktion wird die Vielfalt der engagierten Einsatzkräfte deutlich“, betonen die Schirmherren, Bürgermeister Jan Lindenau und Stadtpräsident Henning Schumann. Das Banner sei ein „klares Bekenntnis“ und der Respekt für diese Arbeit somit weithin sichtbar.

Die Welle der Solidarität
erreicht die KüsteNicht nur analog auf City-Light-Postern und Hissflaggen rund um das Rathaus, sondern auch digital macht die Aktion mächtig Wirbel. Unter #112xDanke wird die Kampagne im Netz auf der Webseite respekt-fuer-retter.de laufend um neue Inhalte ergänzt. Und die Welle der Solidarität rollt weiter: Im Sommer werden zusätzliche Transparente die Küste von Travemünde bis nach Fehmarn zieren, um die Verbindung zum Ursprung der Aktion in Stormarn und Ostholstein zu verdeutlichen. Das Projekt lebt vom Mitmachen und soll bis zu seinem Abschluss Ende dieses Jahres stetig weiterwachsen. und MHO
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