„Bei Anruf Kultur“: Museum Holstentor erstmals per Telefon erlebbar
Gelegen in einem der bekanntesten mittelalterlichen Stadttore Deutschlands, öffnet sich das schleswig-holsteinische Museum Holstentor mit der Teilnahme an „Kultur per Telefon" für neue Zielgruppen.Foto: Lübecker MuseenLübeck. Mit dem Museum Holstentor schließt sich ein weiteres Museum der Lübecker Museen dem Angebot „Bei Anruf Kultur“ an, um Menschen unabhängig von einer Behinderung, ihrem Wohnort oder ihrer Mobilität den Zugang zu Kultur per Telefon zu ermöglichen. Damit richtet sich das Museum Holstentor an Menschen, denen eine Teilhabe vor Ort bisher nicht ohne weiteres möglich war, beispielsweise auf Grund einer Seheinschränkung, fehlender Mobilität oder finanzieller Hürden. Auch wer sich in Gruppen unwohl fühlt, erhält nun per Telefon eine inklusive Zugangsmöglichkeit. Die erste telefonische Führung findet am morgigen Sonntag, 17. Mai, um 17 Uhr statt. Eine kulturvermittelnde Person des Hauses nimmt die Teilnehmenden unter dem Motto „Führung durch das Wahrzeichen Lübecks – Das Holstentor“ am Telefon mit durch die Ausstellung und beschreibt die visuellen Inhalte und Erfahrungen entlang des Rundgangs.
„So muss man die steilen Treppen nicht selbst gehen, sondern man lässt sich von den dicken Mauern und den schiefen Geschossdecken berichten. Als Wahrzeichen ist das Holstentor das am besten besuchte Museum Lübecks, aufgrund seiner Baustruktur aber leider nicht barrierefrei zugänglich. Daher soll mit dem Angebot „Bei Anruf Kultur“ allen Interessierten die Möglichkeit gegeben werden, einen Eindruck des Gebäudeinneren und der Ausstellung zu bekommen“, so Dr. Anja Kregeloh, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum Holstentor.
Die Anmeldung ist über www.beianrufkultur.de oder telefonisch unter 040/20940436 möglich. Die Teilnahme ist kostenlos. Nach Erhalt der Zugangsdaten wählen sich die Teilnehmenden am Veranstaltungstag bequem von zu Hause ein.
Die einstündige Führung wird technisch von einer moderierenden Person begleitet, während die Kulturvermittlung live durch die Ausstellung führt. Während der Führung ist die Sprechfunktion deaktiviert, für Fragen und Austausch werden die Leitungen zwischendurch geöffnet.