Insgesamt waren 128 Heranwachsende an 119 Verkehrsunfällen beteiligt, fassen die Beamten der Polizeidirektion Lübeck zusammen. Gegenüber 2024 entspricht das einem Anstieg um 28 Kinder und 23 Unfälle. Verletzt wurden 119 von ihnen. Zum Vergleich: Im vorangegangenen Kalenderjahr waren es noch 92. Besonders deutlich falle der Anstieg laut Polizeisprecher Ulli Fritz Gerlach im Zusammenhang mit E-Rollern auf. In 17 Fällen verunglückten junge Verkehrsteilnehmer damit, 2024 waren es lediglich drei. 55 Kinder waren mit dem Fahrrad beteiligt, 17 als Fußgänger und zwölf als Mitfahrer.
In der Gesamtbetrachtung bleibt das Unfallgeschehen in Lübeck auf gleichem Niveau. 2025 registrierten die Beamten 7606 Verkehrsunfälle, 2024 waren es 7649, im Jahr davor 7619.
„Mit 353 erfassten Fällen war die Hauptunfallursache 2025 wie in den Vorjahren das Nichtbeachten der Vorfahrt, gefolgt von Abbiegeunfällen (248 Fälle) und an dritter Stelle die fehlerhafte Straßenbenutzung (181 Fälle)“, zählt Gerlach auf. Die Beamten verzeichneten im Jahr 2025 insgesamt 1404 verletzte Verkehrsteilnehmer, 1301 davon leicht. Verglichen mit 2024 entspricht das einem Anstieg um 9,5 Prozent. Der Anteil der Schwerverletzten wiederum nahm entsprechend ab – gezählt wurden 102 Menschen.
Eine Person verunglückte tödlich: „Im August 2025 stürzte im Laufe der Nacht ein Fahrradfahrer in der Innenstadt. Er trug keinen Helm und wurde umgehend in die Universitätsklinik verbracht“, heißt es im Verkehrssicherheitsbericht. Dort verstarb er kurze Zeit später. Mit 46 Prozent stellen Radfahrende – einschließlich Nutzer von Pedelecs – weiterhin die größte Gruppe unter den Verletzten im Straßenverkehr. Dahinter folgen Pkw-Insassen mit 24 Prozent, Fußgänger mit sieben Prozent sowie Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen (E-Roller u.ä.) mit neun Prozent. Auffällig ist die Entwicklung bei den Pedelecs. Hier wurde ein Anstieg der Unfälle um mehr als 30 Prozent registriert. Insgesamt wurden 222 Pedelec-Unfälle erfasst. In 114 Fällen waren die Fahrer selbst Unfallverursacher. Häufigster Grund ist die fehlerhafte Straßenbenutzung, etwa das Fahren auf Gehwegen oder entgegen der Fahrtrichtung.
Auch Elektrokleinstfahrzeuge spielen eine zunehmend größere Rolle im Unfallgeschehen. 151 Unfälle wurden 2025 registriert – ein Plus von rund 37 Prozent. 125 Nutzer wurden dabei verletzt, in vielen Fällen im innerstädtischen Freizeitverkehr.
Wenig überraschend: Der Lindenplatz, der Berliner Platz sowie der Mühlentorplatz zählen laut Polizei weiterhin zu den auffälligen Knotenpunkten im Stadtgebiet. Dort kommt es regelmäßig zu Konflikten zwischen Auto- und Radverkehr, insbesondere beim Einfahren in die Kreisverkehre. Verstärkte Kontrollen sollen helfen.
Im Bereich der Verkehrsstraftaten zeigt sich insgesamt eine leicht rückläufige Entwicklung. Die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss sank im Vergleich zum Vorjahr leicht von 112 auf 110 Fälle. Im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln registrierte die Polizei einen geringen Anstieg von 20 auf 22 Fälle. Deutlich rückläufig ist indes die Zahl der Verkehrsunfallfluchten: Sie ging von 2350 auf 2238 Fälle zurück – das ist ein Minus von rund 4,8 Prozent.