Gewerbe und studentisches Wohnen in der Holstenstraße
Der Welterbe- und Gestaltungsbeirat Lübeck diskutierte unter anderem über zwei Bauvorhaben in der Holstenstraße.Foto: HLLübeck. Mitte März tagte der Welterbe- und Gestaltungsbeirat in Lübeck. Auf Wunsch des Beirats wurde vor der Beratung der anstehenden Tagesordnungspunkte die aktuelle Diskussion zur Umplanung des Mühlentorkreisverkehrs aufgegriffen. Das Architekturforum und die Ortsgruppe des BDA (Bund Deutscher Architekten) ging im Vorfeld der Sitzung mit diesem Thema direkt auf den Beirat zu. Dieser sprach sich in der öffentlichen Sitzung für den städtebaulichen, freiraumplanerischen und historischen Wert des Lübecker Kreisverkehrs aus und appellierte an die Hansestadt Lübeck, die anstehenden Planungen fachübergreifend zu betrachten.Im Anschluss befasste sich der Beirat mit zwei Bauvorhaben in der Holstenstraße. Für das Grundstück Holstenstraße 21 wurden verschiedene Entwürfe von dem Architekten Ivan Peter Chlumský zur Schließung einer seit dem Zweiten Weltkrieg bestehenden Baulücke vorgestellt. Geplant ist eine Kombination aus gewerblicher Nutzung im Erdgeschoss und Wohnraum in den oberen Etagen. Den größten Zuspruch fand ein Entwurf, der die unterschiedlichen Gebäudehöhen der Umgebung stufenweise aufnimmt und miteinander verbindet. Die Planungen zur Fassade sollen weiter ausgearbeitet und in einer der kommenden Sitzungen erneut vorgestellt werden.
Auch für das Areal Holstenstraße 25 bis 33 wurde eine neue Planung der Arbeitsgemeinschaft der Architekturbüros „Riemann Gesellschaft von Architekten“ mit „Hubschmitz Architekten“ präsentiert, die einen Teil des Bestandes in ein neues städtebauliches Konzept integriert. Vorgesehen sind Ladenflächen im Erdgeschoss sowie studentisches Wohnen in den oberen Geschossen. Der Entwurf greift die unterschiedlichen städtebaulichen Strukturen der Umgebung auf, indem er zur Holstenstraße hin eine dichtere Bebauung vorsieht und zu den angrenzenden Straßen hin auflockert. Der Beirat diskutierte anhand verschiedener Varianten unter anderem die Potenziale der entstehenden Höfe sowie trauf- und giebelständige Lösungen. Auch dieses Vorhaben wird nach der vertiefenden Planung erneut dem Welterbe- und Gestaltungsbeirat vorgestellt.