Betreiber ist in diesem Fall die Kölner Firma Interzero Circular Textiles. Der Umweltdienstleister vom Rhein hat die Altkleidercontainer vom insolventen Betreiber, dem Ahrensburger Unternehmen Soex, übernommen. In der Hansestadt ist das Unternehmen damit nach eigenen Angaben für rund 220 Sammelbehälter verantwortlich.
Warum quellen diese Container über? „Bedingt durch die Einführung von EU-Vorgaben – beispielsweise der Getrenntsammelpflicht für Alttextilien – kommt es zu einer Zunahme der Sammelmenge“, sagt Unternehmenssprecherin Christina Bunnenberg. Seit Anfang 2025 sollen Altkleider nicht mehr im Restmüll entsorgt werden, sondern zu den Sammelstellen gebracht werden.
„Hinzu kommt, dass sich aufgrund der schlechten Marktsituation im Alttextilbereich Marktteilnehmer zurückziehen und Sammelbehälter abbauen“, sagt Bunnenberg. „Eine höhere Menge Alttextilien verteilt sich demnach auf weniger Sammelbehälter.“
Dem Unternehmen sei bekannt, dass viele der Container überquellen, sagt sie. Das Unternehmen erhalte regelmäßig Informationen zum Zustand der Alttextilsammelbehälter. Überfüllungsmeldungen würden priorisiert und so schnell wie möglich abgearbeitet. Wer eine Überfüllung beobachte, könne diese per E-Mail an sammlung@soex.de melden.
Immer häufiger würde das Unternehmen auch Beimengungen nicht textiler Art beobachten. „Liegt im direkten Umfeld der Sammelbehälter Müll, wird dieser ebenfalls durch die IZ Circular Textiles geräumt. Dabei führt die zusätzliche Entsorgung von Restmüll oder gar Sperrmüll zu teilweise erheblichen logistischen Mehraufwänden“, erklärt Bunnenberg.
Interzero hat angekündigt, die Sammelkapazitäten sowohl aufseiten der Fahrer als auch in Bezug auf die Anzahl der Sammelfahrzeuge auszuweiten.