Lübeck.
Unter dem bundesweiten Motto #ohneunsstehtallesstill ruft das Töchter Kollektiv am 9. März zum intersektionellen Frauen*streik auf. Die Lübecker Ortsgruppe organisiert an diesem Tag von 13 bis 17 Uhr eine Standdemonstration auf dem Drehbrückenvorplatz und lädt Frauen, trans*, nicht-binäre und solidarische Menschen dazu ein, ihre Lohn- und Care-Arbeit niederzulegen und gemeinsam sichtbar zu werden. Das Töchter Kollektiv ist eine bundesweite,intersektional-feministische Bewegung, die sich für Gleichstellung, soziale Gerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben für alle Frauen und marginalisierten Geschlechter einsetzt. Der Frauen*streik am 9. März ist ein politischer Aktionstag. Er macht unbezahlte, schlecht bezahlte und unsichtbare Arbeit sichtbar und fordert gesellschaftliche sowie politische Veränderung. Sorgearbeit, Erziehungsarbeit, Pflege, emotionale Arbeit und schlecht bezahlte Tätigkeiten in systemrelevanten Bereichen tragen maßgeblich das gesellschaftliche Zusammenleben – und werden dennoch strukturell abgewertet.“, erklärt die Lübecker Ortsgruppe des Töchter Kollektivs. „Wir fordern Frauen auf, ihre Arbeit – ob im Betrieb, zu Hause oder im Ehrenamt – bewusst ruhen zu lassen und sich gemeinsam auf dem Drehbrückenvorplatz zu versammeln. Sichtbarkeit ist ein erster Schritt zu Veränderung.“ Die Standdemonstration wird von verschiedenen Programmpunkten wie Redebeiträgen, Musik und weiteren Darstellungen begleitet. Im Mittelpunkt steht jedoch die gemeinsame Präsenz und Solidarität vor Ort. Der Streik richtet sich an alle, die von struktureller Ungleichheit betroffen sind – insbesondere Frauen, Alleinerziehende, Frauen mit Migrationsgeschichte, Schwarze Frauen, Frauen of Color, trans* und nicht-binäre Menschen sowie Beschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen.