Beschädigte Sportflächen, eine defekte Entwässerung und ein seit 1969 nicht grundlegend erneuertes Vereinsheim: So sieht dagegen die Realität aus. Die Stadt hat Mittel aus einem Bundesprogramm für die Sanierung der Anlage beantragt, aber es sieht düster aus.
Rund 6,5 Millionen Euro würde der neue Sport- und Bürgerpark Neuhof kosten. Knapp sechs Millionen Euro wären laut Verwaltung förderungsfähig. Knapp 4,5 Millionen Euro erhofft sich die Hansestadt aus dem Bundesförderprogramm „Sportmilliarde“. Den Rest müsste Lübeck aufbringen.
„Durch das Einholen von Drittmitteln könnte der Eigenanteil der Hansestadt auf gut 650.000 Euro reduziert werden“, hofft der SPD-Ortsverein Lübeck-West. „Bei einer Genehmigung durch den Bund ist die Umsetzung für den Zeitraum von 2027 bis 2029 vorgesehen.“
Das Förderprogramm „Sportmilliarde“ ist jedoch heiß begehrt – bislang ist das Programm 22-fach überzeichnet. 3600 Interessenbekundungen seien beim Bund eingegangen, berichtete Sportsenatorin Monika Frank (SPD) vor Kurzem im Hauptausschuss der Lübecker Bürgerschaft.
Lübeck werde Mittel beantragen, aber die Sportsenatorin schätzt die Aussichten als gering ein. Für das Haus des Sports und die Modernisierung des Sportbads in der Ziegelstraße habe Lübeck schon erhebliche Fördermittel erhalten. Frank: „Wir stehen jetzt nicht oben auf der Liste.“
„Die dringend notwendige Erneuerung der Sportanlage wäre ein Gewinn für unseren Stadtteil“, erklärt Marek Lengen, SPD-Bürgerschaftsmitglied aus St. Lorenz Nord. „Es besteht ein hoher Nachholbedarf an frei zugänglichen, modernen Bewegungs- und Sportflächen.“
Bereits 2020 wurde auf Betreiben des ansässigen Sportvereins SV Eintracht Lübeck und mithilfe der Possehl-Stiftung eine Machbarkeitsstudie für die Sanierung erstellt. Am Neuhof soll entstehen, was auf der Falkenwiese bereits Wirklichkeit geworden ist – ein modernes Sportzentrum.
Die Anlage werde regelmäßig von Familien, vom SV Eintracht Lübeck 04 sowie der Gotthard-Kühl-Schule und dem Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium genutzt, erklärt die SPD, die mit dem Vereinsvorstand von SV Eintracht Lübeck 04 gesprochen hat. Die SPD will weiter für die Anlage kämpfen.