Gesundheits-tipp
Wichtige Impfungen für Kinder

Zum Thema Impfen stößt man teilweise auf gegensätzliche Meinungen. Immer häufiger scheinen sich Eltern gegen Impfungen für ihre Kinder auszusprechen, manchmal mit der Angst vor Impfschäden. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit für eine ernsthafte Nebenwirkung oder Schlimmeres bei den regulären Impfungen extrem gering. Umgekehrt können viele typische „Kinderkrankheiten“ schwere Verläufe nehmen, wenn Kinder nicht geimpft sind.In der Kita oder spätestens in der Schule, wenn viel Kontakt zu anderen Kindern besteht, verbreiten sich Krankheiten schnell. Wer hier nicht geimpft ist, läuft Gefahr, schwer oder sogar lebensgefährlich zu erkranken, auch bleibende Schäden sind in der Folge mancher Erkrankungen möglich. Kinder, die nicht gegen Masern geimpft sind, dürfen zudem in Kitas gar nicht mehr aufgenommen werden, wenn es nicht einen ärztlich bestätigten medizinischen Grund gibt. Die Sorge vor Nebenwirkungen reicht hier nicht aus.

Welche Impfungen sind überhaupt vorgesehen?

Der größte Teil der Impfungen ist bereits vor dem zweiten Geburtstag abgeschlossen. Der Impfschutz besteht für Jahre. Die späteren Auffrischungsimpfungen werden dann oft deutlich besser „weggesteckt“. Welche Impfungen vorgesehen sind, richtet sich nach den aktuellen Empfehlungen der STIKO; bezahlt werden sie von der Krankenkasse. Viele Impfungen kann man gleich im Rahmen der U-Untersuchungen mit durchführen lassen. Vorgesehen ab einem Alter von wenigen Wochen sind teilweise kombinierte Impfungen gegen:

•Rotaviren

•Tetanus, Diphtherie, Pertussis, HiB, Poliomyelitis, Hepatitis B

•Pneumokokken

•Meningokokken B

•Masern, Mumps, Röteln, Varizellen

•RSV

Diese Impfungen sind alle vor dem 2. Geburtstag abgeschlossen. Die ersten Auffrischungsimpfungen werden dann im Alter von 5 oder 6 Jahren fällig. Dazu kommen wenige neue Impfungen:

•Meningokokken ACWY

•HPV

•Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten (Auffrischung)

•Kinderlähmung (Auffrischung)

All diese Impfungen schützen vor ernst zu nehmenden Erkrankungen, die man nicht unterschätzen sollte.

Nebenwirkungen sind

meist unproblematisch

Vergleicht man das Risiko, das von solchen Erkrankungen ausgeht, mit den möglichen Nebenwirkungen einer Impfung, sind Letztere sehr überschaubar. Vorkommen können beispielsweise Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen an der Einstichstelle, gerade bei Babys: Müdigkeit, schlechte Laune oder weniger Appetit. Solche Nebenwirkungen klingen meist aber schnell wieder ab. Auch Fieber ist bei manchen Impfungen möglich. Nach Absprache mit dem Kinderarzt kann man hier auch ein Mittel gegen Fieber geben.

Nebenwirkungen nach Impfungen sind also in den allermeisten Fällen nichts, worum man sich Sorgen machen muss. Andererseits ist gerade in den letzten Jahren wieder deutlich geworden, wie Impfungen nicht nur das Individuum, sondern auch die Allgemeinheit schützen. Die Impfungen gegen Masern sind zurückgegangen, deswegen war die Krankheit wieder auf dem Vormarsch. Sind ausreichend Menschen geimpft, kann man solche Erkrankungen so stark eindämmen, dass sie praktisch nicht mehr auftreten, wie z. B. die Pocken, die nach groß angelegten Impfkampagnen ausgerottet wurden. Wenn Sie mehr dazu erfahren wollen, so sprechen Sie uns gerne dazu an.

Gesunde Grüße aus den Pinguin-Apotheken

Druckansicht