Im November hatten sich die Mitglieder des Bauausschusses darauf geeinigt, das Gebiet zwischen der A1 und der Oderstraße zu überplanen. Daraus folgten eine Änderung des Flächennutzungsplans und eine Aufstellung des Bebauungsplans Nummer 93 -Sch-. Die Scharbeutzer Bürgermeisterin Bettina Schäfer (parteilos) hat mit der Verwaltung ein Einzelhandelskonzept für die Gemeinde Scharbeutz erarbeitet. Das habe einen „deutlichen Bedarf an Nahversorgung“ ergeben. Die Verwaltungschefin hält den derzeit noch brachliegenden Acker für gut geeignet: „Die Fläche liegt fußläufig zu Wohngebieten. Es ist eine gute Lage für weitere Nahversorgung in der Gemeinde.“
Weiter voran geht es auch auf dem Nachbargrundstück: Direkt neben der Fläche auf dem Areal westlich der Luschendorfer Straße und nördlich des Bövelstredder, das die Gemeinde nach Erbbaurecht auf lange Zeit gepachtet hat, soll bald die neue Feuerwehrwache entstehen. Westlich der Ackerfläche direkt an der Autobahnunterführung plant die Deutsche Bahn einen neuen Bahnhof. Einen neuen Haltepunkt gerade einmal 400 Meter vom bestehenden Bahnhof entfernt stellt Bettina Schäfer noch infrage. „Wir hätten dann vier Bahnhöfe in der Gemeinde. Das wäre der Super-Gau. Das kann man den Bürgern auch irgendwann nicht mehr erklären.“
Das Nahversorgungszentrum am Bövelstredder soll so oder so kommen. Jetzt geht es also in die detaillierte Bauleitplanung.