Mit Sport gegen den Winterblues

Moderates Walking oder Spazierengehen sind auch im Winter ein probates Mittel gegen den Winterblues. Symbolbild: Pixabay

Wenn die Tage kürzer werden und das Sofa lockt, trifft viele der Winterblues. Müdigkeit, Antriebs­losigkeit und gedrückte Stimmung sind typische Begleiter. Doch es gibt einige Tricks, wie man dem Winterblues entgegenwirken kann.

Weniger Tageslicht kann den

Hormonhaushalt beeinflussen

Das sogenannte „Schlafhormon“ Melatonin wird vermehrt ausgeschüttet, während der stimmungsaufhellende Serotoninspiegel sinkt. „Dieser hormonelle Shift kann dazu führen, dass wir uns im Winter häufiger müde, schwerfällig oder niedergeschlagen fühlen“, erklärt Katharina Steinbach, Sportwissenschaftlerin bei der Barmer Krankenkasse. Der Körper fährt sprichwörtlich in einen Energiesparmodus, und das hat dann auch spürbare Folgen für die Psyche. Gerade wenn die Motivation fehlt, kann Sport helfen. Denn körperliche Aktivität regt die Ausschüttung von Endorphinen und Serotonin an. Schon 20 bis 30 Minuten moderate Bewegung pro Tag können bereits spürbare Effekte haben.

Besonders effektiv ist

Sport an der frischen Luft

Lockeres Joggen, zügiges Gehen oder Radfahren bei Tageslicht verbinden Bewegung mit Lichtaufnahme. „Tageslicht wirkt wie ein zusätzlicher Verstärker auf unsere innere Uhr“, betont Steinbach. „Wer es schafft, Bewegung nach draußen zu verlegen, tut Körper und Psyche also gleich doppelt etwas Gutes.“ Selbst ein kurzer Aufenthalt im Freien in der Mittagspause könne helfen, das Energie­level merklich zu steigern und die Stimmung zu stabilisieren. Grundsätzlich gilt: Erlaubt ist, was Spaß macht. Ob Yoga, Schwimmen, Tanzen, Krafttraining zu Hause oder ein Online-Fitnesskursus –
alles zählt. „Der beste Sport ist der, den wir auch im Winter realistisch in unseren Alltag integrieren können“, sagt Steinbach. Kleine Rituale könnten dabei helfen, „dranzubleiben“, etwa feste Bewegungstermine oder Training mit Freunden. Auch Abwechslung könne motivieren und verhindern, dass Langeweile aufkommt. Sport ist zwar kein Allheilmittel, aber ein wirkungsvoller Baustein für mehr Wohlbefinden in der dunklen Jahreszeit. „Bewegung kann helfen, den Winter nicht nur zu überstehen, sondern ihn aktiv zu gestalten“, fasst Katharina Steinbach zusammen. Wer freundlich mit sich selbst bleibt, realistische Ziele setzt und auf kleine Schritte vertraut, hat gute Chancen, dem Winterblues ein Schnippchen zu schlagen.
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