Der Sternenwald auf dem Schrangen ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Lübecker Weihnachtsmarktes. Und ein beliebter dazu: Die Besucherzahlen entwickelten sich positiv, viele Unternehmen buchten sich für ein vorweihnachtliches Beisammensein zwischen den beiden ehemaligen Karstadthäusern ein, berichtet Veranstalter Mike Hasemann.
Nun muss Hasemann, der auch DJ ist und die Ü30-Partys in der Lübecker MuK veranstaltet, mit seinem Sternenwald umziehen. Denn weil die Stadt das ehemalige Karstadt-Gebäude B zum Bildungshaus umbauen lässt, wird der Schrangen zur Baustelle. Und das voraussichtlich für mindestens zwei Jahre.
In dem neuen Bildungshaus sollen verschiedene Lübecker Schulen neue Räumlichkeiten erhalten. Angedacht sind die Oberschule zum Dom, das Johanneum sowie das Katharineum. Auch für andere Institutionen soll das Bildungshaus offenstehen. Unter dem Schrangen soll ein Fahrradparkhaus entstehen.
Hasemann könnte wegen der Verdrängung sauer sein. Ist er aber nicht. „Ich glaube an den Sternenwald“, erklärt der Geschäftsmann. „Und ich glaube auch daran, dass der Sternenwald an einer anderen Stelle funktionieren wird.“
Diese andere Stelle soll nach Informationen von Hasemann der Lübecker Klingenberg sein. Zur nächsten Weihnachtsmarktsaison Ende 2026 soll der gesamte Sternenwald dann dort aufgebaut werden, wo im Sommer ein Wasserspiel vor allem die Kinder erfreut.
„Wir prüfen zurzeit verschiedene Optionen für die Verlegung des Sternenwaldes 2026“, erklärt Christian Martin Lukas, Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH. „Zu den priorisierten Flächen gehört der Klingenberg, der bestens geeignet wäre, um eine Anbindung des Weihnachtsmarktes an die Mühlenstraße zu erreichen und die Veranstaltungsfläche insgesamt zu entzerren.“
Doch damit der Sternenwald umziehen kann, müssen andere weichen: Denn eigentlich dient der Klingenberg als Ausweichquartier der Marktbeschicker, die wegen des Weihnachtsmarktes nicht am Rathaus stehen können. Sie könnten an die Obertrave ausweichen, sagt Mike Hasemann. OP