In Lübeck ist der Wohnraum knapp. Die Genossenschaft wandelt deshalb eine alte Wohnbebauung in eine neue um. Mittels Nachverdichtung entstehen so fast dreimal so viele Wohnungen, wie bislang an dieser Stelle gestanden haben. „Im hinteren Bereich des Areals ist Fläche frei, um dort ein viertes Wohngebäude zu errichten“, erklärt Heike Heickmann vom Bauverein. Bislang standen hier nur drei Gebäude.
Und die müssen erst einmal weg. Der Bauverein lässt derzeit zwei Wohnblocks davon abreißen, ein weiterer Wohnblock wurde nach Angaben der Genossenschaft bereits Anfang 2025 dem Erdboden gleichgemacht. Das Lübecker Abrissunternehmen Grabowski ist zurzeit mit zwei Abrissbaggern vor Ort. Alles laufe planmäßig, teilt der Bauverein mit. Der Abriss des gesamten Areals soll bis Ende Februar durch sein.Zuvor durfte die Krummesser Feuerwehr die leer stehenden Gebäude als Übungsfläche nutzen. Am vergangenen Wochenende trainierten die Einsatzkräfte die Personenrettung aus zwei verrauchten Wohnungen.
Das Szenario: „Insgesamt galten sieben Personen als vermisst“, erzählt Heike Heickmann. „Die Verrauchung wurde mit einer Nebelmaschine simuliert.“ Im Anschluss sei noch ein Atemschutznotfall geübt worden, sowie verschiedene Methoden, um Türen zu öffnen.
Die Fertigstellung des ersten Gebäudes des neuen Ensembles ist für Ende 2026 vorgesehen, teilt die Genossenschaft mit. Dort werden zwölf Wohnungen entstehen. Weitere 20 Wohnungen sollen bis Anfang 2027 fertig sein. Anfang 2028 soll das Bauvorhaben komplett abgeschlossen sein. Bis dahin will der Lübecker Bauverein 20 Millionen Euro an dieser Stelle investieren.
50 der Wohnungen, die zwischen 48 und 96 Quadratmeter groß sein werden, werden im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus gefördert. Die Förderquote der neuen Wohnhäuser in der Güldenen Straße liegt laut Bauverein insgesamt bei rund 70 Prozent .