Für viele Lübecker ist die Stimmung bei diesem ersten Hansekultur-Festival unvergessen. Es lag eine Begeisterung und Neugierde in der Luft. Und die große Freude über das gemeinsame Kreieren und ein neues Gefühl von Gemeinschaft im Quartier, ja sogar in der ganzen Stadt. Akrobatik, Kleinkunst, Attraktionen und vieles mehr füllten Straßen und Plätze.
Nun kommt das Hansekultur-Festival zurück an seinen Ursprungsort. Gefeiert wird vom 5. bis 7. Juni. Die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) plane wieder ein Veranstaltungsprogramm „mit vielen kleinen und feinen Kulturmomenten und großer Bürger:innenbeteiligung“, schreibt die LTM. Zahllose kleine kreative Bühnen und individuelle, regionale Gastronomieangebote sollen das Herzstück des Events bilden. Auch in diesem Jahr wird auf Nachhaltigkeit gesetzt. Für die Planung gab es im November ein Treffen im Viertel.
Mit dabei war Carolin Peter vom Tonfink, Kulturcafé und Bar, in der Großen Burgstraße. „Wir blicken mit großer Freude voraus und finden es super, dass das Hansekultur-Festival wieder bei uns im Viertel ist.“ Sie erinnert sich gut an die Atmosphäre und die Musikdarbietungen beim ersten Mal. „Es war toll, weil der Verkehr nicht durch die Große Burgstraße floss. Die Stimmung und das Wetter waren perfekt, all das war noch lange Kneipengespräch“, sagt sie.
Für die aktuelle Planung gibt es bereits Gespräche mit Geschäftstreibenden und Anwohnenden, erklärt Carolin Peter. „Wir haben 2016 per Straßenfunk überlegt, was wir Schönes machen können“, sagt sie und lacht. „Und so machen wir es in Absprache mit der LTM wieder.“ Über den Zusammenhalt im Viertel freut sie sich sehr. „Ich habe wieder mal festgestellt, was für eine schöne Nachbarschaft wir hier haben.“
Auch die Geschäftsführerin des Lübeck Managements blickt positiv zurück und voraus. „Mit dem Hansekultur-Festival verbinden mich ganz besondere Momente“, teilt Olivia Kempke mit. Schon das erste Festival im Seefahrerviertel habe gezeigt, „wie sehr die Lübeckerinnen und Lübecker selbst ihre Stadt lieben und das als persönliche Gastgeber auch zeigen wollten“. Und weiter: „Der Charakter dieses Fests hat sich auch in den Folgejahren durch jedes Innenstadtviertel getragen, mit großem Erfolg.“
Entstanden ist das Festival, nachdem der Internationale Hansetag 2014 in Lübeck viele Menschen begeistert hatte. Seither feiert Lübeck alle zwei Jahre an drei Tagen im Juni ein freudig-gelassenes und unverkennbar lübsches Festival in einem der Altstadtquartiere . Nach dem Seefahrerviertel (2016) war das traditionsreiche Quartier rund um die Aegidienkirche (2018) dran . Danach folgten das Altstadtviertel rund um den Dom (2022) und zuletzt das Gründungsviertel (2024) . Im Corona-Jahr 2020 fiel das Festival aus. In diesem Jahr geht es nun also an den Ursprung zurück. Der Festivalbereich rund um die Seefahrerkirche St. Jakobi ist groß. Das Gebiet reicht auf der nördlichen Altstadtinsel von der Untertrave mit ihren Hafenschuppen über den Koberg und das Europäische Hansemuseum bis zum Werkhof an der Kanalstraße. Das genaue Programm wird noch bekanntgegeben.