Das SEK Eutin beherbergt nach dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) das größte palliativmedizinische Angebot in Schleswig-Holstein und das drittgrößte bundesweit. Auch die Geriatrie zählt – gemessen an den Fallzahlen – zu den größten in Deutschland. „Wir sind zwar immer noch ein relativ kleines Haus, haben aber sehr große Fachabteilungen. Diese entlasten durch eine zügige Übernahme von Patienten die Kapazitäten der umliegenden somatischen Kliniken erheblich. Durch die Spezialisierung und Vernetzung mit stationären wie ambulanten Partnern bietet unsere Klinik beste Strukturvoraussetzungen, um die geriatrische Versorgung im Kreis Ostholstein, der schon heute in Schleswig-Holstein als ‚ältester Kreis‘ gilt, langfristig sicherzustellen“, macht Geschäftsführer Dirk Beutin die Bedeutung des Hauses deutlich. Der Bedarf nach geriatrischer Versorgung in der Region werde perspektivisch noch deutlich zunehmen, deshalb schaffe man im Zuge der geplanten Umstrukturierung zusätzlich bauliche Voraussetzungen, um diesem auch zukünftig adäquat begegnen zu können. „Wir stellen mit Blick in die Zukunft schon heute nach wie vor in allen möglichen Bereichen neue Mitarbeitende ein“, so der Geschäftsführer.
Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken betonte: „Mit der Investition leisten wir einen wichtigen Beitrag zur weiteren Stärkung des Sankt Elisabeth Krankenhauses Eutin. Dies wird dazu beitragen, dass die Klinik im Zuge der Umsetzung der Krankenhausreform auch zukünftig dem zunehmenden Bedarf an geriatrischen Behandlungsleitungen gerecht wird. Als leistungsstarke Fachklinik in zentraler Lage der Versorgungsregion sichert sie einen wichtigen Anteil der geriatrischen Versorgung.
Die baulichen Maßnahmen sollen im Frühjahr 2027 beginnen und im laufenden Betrieb durchgeführt werden, einzelne Bereiche im Haus werden bei Bedarf abschnittsweise gesperrt. Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird das Gebäude alle Anforderungen an ein modernes Krankenhaus erfüllen, zum Beispiel werden alle Patientenzimmer im 2. und 3. Obergeschoss über eine eigene Nasszelle sowie eine zeitgerechte Ausstattung verfügen. Das 1. Obergeschoss soll reiner Personalbereich bleiben. Das 4. Obergeschoss, wo heute die kaufmännische Abteilung untergebracht ist, soll dann baulich so vorbereitet und hergerichtet werden, dass dort bei Bedarf eine weitere Bettenstation eingerichtet werden könnte.