Über 21 Millionen Euro fürs Sankt Elisabeth Krankenhaus
Förderbescheid für Umstrukturierung und Instandsetzung am Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin.

Das bislang nur teilausgebaute 4. Obergeschoss des Bestandshauses soll aufgestockt beziehungsweise vollständig ausgebaut werden.Visualisierung: SEK Eutin
Eutin. Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken hat bei ihrem Besuch im Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin (SEK Eutin) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 21,576 Mio. Euro an Geschäftsführer Dirk Beutin übergeben. Mit den Mitteln werden die Umstrukturierung und die Instandsetzung des Bestandshauses am SEK Eutin gefördert, das noch aus den 1960er-Jahren stammt und sowohl unter technischen Aspekten als auch mit Blick auf den Komfort für Patienten und Mitarbeitende sowie unter Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten nicht mehr heutigen Anforderungen genügt.

Das SEK Eutin beherbergt nach dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) das größte palliativmedizinische Angebot in Schleswig-Holstein und das drittgrößte bundesweit. Auch die Geriatrie zählt – gemessen an den Fallzahlen – zu den größten in Deutschland. „Wir sind zwar immer noch ein relativ kleines Haus, haben aber sehr große Fachabteilungen. Diese entlasten durch eine zügige Übernahme von Patienten die Kapazitäten der umliegenden somatischen Kliniken erheblich. Durch die Spezialisierung und Vernetzung mit stationären wie ambulanten Partnern bietet unsere Klinik beste Strukturvoraussetzungen, um die geriatrische Versorgung im Kreis Ostholstein, der schon heute in Schleswig-Holstein als ‚ältester Kreis‘ gilt, langfristig sicherzustellen“, macht Geschäftsführer Dirk Beutin die Bedeutung des Hauses deutlich. Der Bedarf nach geriatrischer Versorgung in der Region werde perspektivisch noch deutlich zunehmen, deshalb schaffe man im Zuge der geplanten Umstrukturierung zusätzlich bauliche Voraussetzungen, um diesem auch zukünftig adäquat begegnen zu können. „Wir stellen mit Blick in die Zukunft schon heute nach wie vor in allen möglichen Bereichen neue Mitarbeitende ein“, so der Geschäftsführer.

Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken betonte: „Mit der Investition leisten wir einen wichtigen Beitrag zur weiteren Stärkung des Sankt Elisabeth Krankenhauses Eutin. Dies wird dazu beitragen, dass die Klinik im Zuge der Umsetzung der Krankenhausreform auch zukünftig dem zunehmenden Bedarf an geriatrischen Behandlungsleitungen gerecht wird. Als leistungsstarke Fachklinik in zentraler Lage der Versorgungsregion sichert sie einen wichtigen Anteil der geriatrischen Versorgung.

Die baulichen Maßnahmen sollen im Frühjahr 2027 beginnen und im laufenden Betrieb durchgeführt werden, einzelne Bereiche im Haus werden bei Bedarf abschnittsweise gesperrt. Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird das Gebäude alle Anforderungen an ein modernes Krankenhaus erfüllen, zum Beispiel werden alle Patientenzimmer im 2. und 3. Obergeschoss über eine eigene Nasszelle sowie eine zeitgerechte Ausstattung verfügen. Das 1. Obergeschoss soll reiner Personalbereich bleiben. Das 4. Obergeschoss, wo heute die kaufmännische Abteilung untergebracht ist, soll dann baulich so vorbereitet und hergerichtet werden, dass dort bei Bedarf eine weitere Bettenstation eingerichtet werden könnte.

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