Yannick wandte sich an das Adipositas-Zentrum der Sana Kliniken Lübeck unter der Leitung von Dr. Anya-Maria Stenger. Anfang 2025 begann dort für ihn ein Therapieprozess mit Ernährungsberatung, Gesprächen und Bewegungstherapie. Nach intensiver Vorbereitung und Abstimmung mit der Krankenkasse entschied er sich im August 2025 für eine Schlauchmagen-Operation zur Verringerung des Magenvolumens.
Heute, rund anderthalb Jahre nach der Operation, wiegt Yannick W. 94 Kilogramm und ist rundum zufrieden. Auch gesundheitlich geht es ihm nach Angaben der behandelnden Ärzte „sehr gut“. Sein Blutdruck und seine körperliche Belastbarkeit haben sich deutlich verbessert – und auch sein Selbstwertgefühl hat profitiert.
„Ich habe die Entscheidung für die Operation nie bereut und gelernt, viel bewusster mit meinem Körper umzugehen“, sagt Yannick. Besonders genieße er, wieder sportlich aktiv sein zu können. „Das ist für mich ein großes Stück Lebensqualität, das ich zurückgewonnen habe. Gleichzeitig weiß ich, dass die Operation nur ein Teil des Weges war und ich weiterhin auf mich und meinen Körper achten muss“, sagt der 37-Jährige.
Seine Erfolgsgeschichte zeigt laut Dr. Anya-Maria Stenger auch, dass eine Operation keine schnelle oder einfache Lösung ist. Sie sei vielmehr Teil eines langfristigen Behandlungskonzepts, das eine aktive Mitarbeit der Patientinnen und Patienten voraussetze.
„Adipositas ist eine chronische Erkrankung und keine Frage mangelnder Disziplin“, betont Stenger. Sie kann mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Dazu zählen unter anderem Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Viele Betroffene haben über Jahre hinweg versucht, abzunehmen. Wenn konservative Maßnahmen allein nicht ausreichen, kann eine Operation ein sinnvoller Teil der Therapie sein – allerdings nie leichtfertig, sondern immer nach sorgfältiger individueller Abwägung.“
Eine langfristige Begleitung sei dabei wichtiger Bestandteil der Behandlung. „Wir begleiten unsere Patientinnen und Patienten vor der Operation, während der Therapie und auch langfristig danach. Denn für einen nachhaltigen Erfolg braucht es nicht nur einen medizinischen Eingriff, sondern ebenso Zeit, Unterstützung und dauerhafte Veränderungen im Alltag“, betont Dr. Stenger.