Kunst aus zwei Perspektiven
Marit Gromus und Cornelia Heinicke laden vom 26. bis 30. August zu einer Ausstellung nach Bosau ein.

Marit Gromus dient als Ausgangsmaterial vor allem Holz, aus dem sie besondere Objekte schafft.Foto: Marit Gromus
Bosau. Zwei Künstlerinnen, zwei unterschiedliche Blickwinkel und eine gemeinsame Ausstellung: Unter dem Titel „Zwei Künstlerinnen – Zwei Sichten“ präsentieren Marit Gromus und Cornelia Heinicke vom 26. bis 30. August ihre Werke in der Dunkerschen Kate in Bosau, Bischof-Vicelin-Damm 11. Dabei treffen Objektkunst und Fotografie auf Malerei und Aquarell.

Marit Gromus beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Elementen aus der Natur und setzt diese in Beziehung zu dem, was der Mensch geschaffen hat. Als Ausgangsmaterial dient ihr vor allem Holz, aber auch tote Insekten finden Eingang in ihre Arbeiten. Dabei geht es unter anderem um Kraft und Stärke, die sich weiterzuentwickeln scheinen, obwohl sich das Material selbst – wie etwa Holz – nicht mehr in einem lebendigen Prozess befindet.

Eine zentrale Rolle spielt auch das Licht in ihren Fotografien. Aus den ursprünglichen Aufnahmen entstehen durch weitere Bearbeitungen und Reduktionen neue Werke, die sich vom Ausgangsbild lösen und eine eigene Bedeutung entwickeln.

Cornelia Heinicke nimmt für ihre Aquarelle das Sichtbare in Natur und Ortschaften in den Blick. Besonders interessieren sie reizvolle Farb- und Formkonstellationen, die sich häufig erst bei der Betrachtung kleinerer Ausschnitte offenbaren. Viele ihrer Motive haben einen maritimen Bezug und zeigen beispielsweise Ansichten aus Fischereihäfen. Andere Arbeiten vermitteln mediterrane Stimmungen und führen den Blick durch enge Gassen.

Der besondere Reiz ihrer Motive liegt dabei oft in den Spuren der Zeit: Verwitterte Materialien, verblassende Farben und scheinbar zufällige Veränderungen prägen die Bildwirkung. Die Transparenz der Aquarellfarben und ihre teils nur bedingt steuerbaren Farbverläufe greifen diese Unregelmäßigkeiten auf und verleihen den Werken einen eigenen Charakter.

Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 17 Uhr zu sehen.

Druckansicht