Die Prognosen zeigen: Zwar wird die Gesamtbevölkerung im Kreis bis 2040 leicht zurückgehen, gleichzeitig steigt jedoch die Zahl der Menschen ab 65 Jahren deutlich an. Damit wächst auch der Bedarf an Pflege. Nach Berechnungen des Kreises wird die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2040 um rund 16 Prozent zunehmen. Gleichzeitig werden in der stationären Pflege etwa 190 zusätzliche Pflegefachkräfte und rund 110 Pflegehilfskräfte benötigt. Zudem wird erwartet, dass künftig weniger Angehörige die Pflege übernehmen können.
Um auf diese Entwicklung zu reagieren, sieht der Bericht verschiedene Maßnahmen vor. Dazu gehören der Ausbau der Pflegeinfrastruktur, die Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften, die stärkere Unterstützung pflegender Angehöriger und ehrenamtlicher Helfer, der Ausbau von Betreuungsangeboten sowie die Förderung altersgerechter Wohnformen und gut vernetzter Quartiere.
Zunächst sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die kurzfristig und ohne zusätzliche Kosten möglich sind – etwa eine engere Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen. Weitere Projekte sollen schrittweise gemeinsam mit den Kommunen und weiteren Partnern umgesetzt werden, sofern Fördermittel oder zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.
Der Kreis will die Pflegebedarfsplanung künftig immer regelmäßig aktualisieren und an neue Entwicklungen anpassen.
„Mit dem Beschluss des Kreistages liegt nun eine fundierte und zukunftsorientierte Planungsgrundlage vor, um den Herausforderungen des demografischen Wandels frühzeitig zu begegnen und die pflegerische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Ostholstein langfristig bedarfsgerecht sicherzustellen“, erklärt Landrat Timo Gaarz.