Ein Meister des feinen Humors
Das Ostholstein-Museum präsentiert in Cismar rund 100 Originalarbeiten von Kurt Ard.

„Eine Schraube locker“ von Kurt Ard aus dem Jahr 1968.Foto: Kurt Ard
Grömitz. Mit seinen humorvollen und detailreichen Titelbildern prägte er über Jahrzehnte das Erscheinungsbild zahlreicher Zeitschriften – jetzt sind seine Werke in Ostholstein zu sehen. Das Ostholstein-Museum präsentiert noch bis zum 25. Oktober in seiner Dependance im Kloster Cismar. Bäderstraße 42 in Grömitz die Sonderausstellung „Kurt Ard – Titelbilder der HÖRZU und weitere Cover“.Gezeigt werden rund 100 Original-Gouachen des 1925 in Kopenhagen geborenen Illustrators, Malers und Grafikers, der heute in Spanien lebt. Gouachen – also mit deckenden Wasserfarben gemalte Originalwerke – zeichnen sich durch ihre fotorealistische Wirkung und große Detailtreue aus. Bekannt wurde Kurt Ard vor allem in den 1950er- bis 1970er-Jahren mit seinen Titelbildern für populäre Magazine wie die skandinavischen Zeitschriften Allers und Familie sowie die deutsche HÖRZU, für die er rund 260 Cover gestaltete. Auch Zeitschriften in Frankreich, den Niederlanden und den USA setzten auf seinen unverwechselbaren Stil.

Seine Motive stammen direkt aus dem Leben: Häufig standen seine Frau und seine Kinder Modell, aber auch zufällige Begegnungen auf der Straße lieferten dem Künstler Inspiration. So entstanden Alltagsszenen, die mit viel Liebe zum Detail und feinem Humor festgehalten wurden.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl dieser fotorealistisch wirkenden Gouachen, die nicht nur durch ihr handwerkliches Können überzeugen, sondern auch zum Schmunzeln anregen. Denn Kurt Ard hält kleine Missgeschicke, zwischenmenschliche Situationen und vertraute Momente so treffend fest, dass sich viele Besucherinnen und Besucher in den Bildern selbst wiederfinden dürften.

Das Kloster Cismar ist dienstags bis sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
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