Chagall in Scharbeutz

Scharbeutz. Ein Hauch von großer Kunst weht durch Scharbeutz: Die Galerie an der Strandkirche zeigt noch bis zum 15. April Lithografien des weltberühmten Künstlers Marc Chagall – und lädt dazu ein, in eine ganz besondere Bildwelt einzutauchen.

Chagall gilt als „Maler des Unsichtbaren“ – ein Titel, der neugierig macht. Seine Werke sind voller Fantasie: schwebende Liebespaare, leuchtende Blumen, bunte Zirkusszenen. Gleichzeitig greifen sie auch ernste Themen auf, etwa das Schicksal des jüdischen Volkes oder biblische Geschichten, die einen zentralen Platz in seinen Arbeiten einnehmen. Kein Geringerer als Pablo Picasso staunte einst über seinen Kollegen und meinte, Chagall müsse „einen Engel im Kopf haben“.

Geboren im heutigen Belarus und geprägt von einer religiösen Kindheit, zog es Chagall früh nach Paris, wo er Teil der modernen Kunstszene wurde. Seine unverwechselbare Symbolsprache, inspiriert von Glauben, Erinnerung und Traum, macht seine Werke bis heute einzigartig.

In Scharbeutz werden insgesamt 35 Lithografien aus einer privaten Sammlung gezeigt, viele davon mit Bezug zur Bibel. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine besondere Hommage: Der Schauspieler und Künstler Armin Müller-Stahl widmet Chagall eigene lithografische Arbeiten.

Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung werktags zwischen 9 und 12 Uhr sowie nach den Gottesdiensten von 12 bis 12.30 Uhr besichtigen. In der Woche nach Ostern sind die Öffnungszeiten von 15 bis 18 Uhr. Am morgigen Sonntag, 29. März, beginnt um 12.15 Uhr ein Vortrag von Thomas Waack zum Thema „Die Farben des verlorenen Paradieses“ mit anschließender Führung durch die Ausstellung. Organisierte Führungen für Gruppen sind möglich, Ansprechpartner ist Thomas Waack, Tel. 0157/51425129. Mehr Infos gibt es unter www.strandkirche-scharbeutz.de

Druckansicht