Schienenanbindung: Das passiertzwischen Lübeck und Fehmarn Bahnstrecke wird zweigleisig – Zahlreiche Baustellen in Gemeinden und Städten – Brückenbau in vielen Orten erst 2027
Auf Fehmarn sollen ab Anfang 2026 neue Gleise verlegt werden (Symbolbild).Fotos: Agentur 54°Ostholstein/Lübeck. Das Mega-Projekt feste Fehmarnbeltquerung nimmt 2026 weiter Fahrt auf. Dabei rückt vor allem die 88 Kilometer lange Schienenanbindung durch Ostholstein bis hinein nach Lübeck in den Fokus. Die Zahl der Baustellen wird sichtbar wachsen.Im Vergleich zum Planungsstand Anfang 2025 wurden viele Schritte verschoben– dennoch sollen in den kommenden Monaten zahlreicheBaustellen entstehen. Was genau in den neun Abschnitten passiert, lesen Sie in unserer großen Übersicht.Lübeck: Bauarbeiten an der TeerhofinselDas muss gebaut werden: Acht Kilometer Bahnstrecke, eine Brücke, 14 Kilometer Lärmschutzwände. Das passiert 2026: Die DB erwartet gleich zum Jahresbeginn den Planfeststellungsbeschluss, also die Baugenehmigung. Ein Bahnsprecher erklärt: „Nach Erhalt starten die Hauptbaumaßnahmen. Davor finden zum Beispiel Vegetations- und Kabeltiefbauarbeiten statt.“Auch sollen die ersten Flächen für spätere Baustellen vorbereitet sowie mit Baumarbeiten im Bereich der Teerhofinsel begonnen werden. Konkret ist die Rede von der Errichtung einer Straße parallel zur Bahn und eine Straßenüberführung über den Mühlenbach. So geht es weiter: Die Errichtung der Lärmschutzwände wird sukzessive erfolgen – Beginn ist voraussichtlich 2027.
Bad Schwartau: Bürger
können sich einbringen
Das muss gebaut werden: 2,6 Kilometer Strecke, eine Bahnstation, vier Brücken, 4,5 Kilometer Lärmschutzwände. Das passiert 2026: Bis zum Frühjahr sollen die Genehmigungsunterlagen für den Abschnitt Bad Schwartau finalisiert und beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht werden. Anschließend könnten sie im zweiten Quartal öffentlich ausgelegt werden. An dieser Stelle ist es möglich, sich als betroffene Person oder Institution einzubringen. So geht es weiter: Der Bau der Brücken sowie der Lärmschutzwände soll 2028 beginnen. Dieser Zeitrahmen gilt auch für die Arbeiten am und im Schwartauer Bahnhof. „Durch die Tieferlegung der Gleise werden die Bahnsteige tiefergelegt. Neue Treppen, Aufzüge, Rampen und eine Überführung entstehen als Neubauten“, sagt der Bahnsprecher.
Ratekau-Scharbeutz: Neue Baustraßen und Lagerflächen
Das muss gebaut werden: 16 Kilometer Strecke, drei Bahnstationen, 25 Brücken, 7,1 Kilometer Lärmschutzwände. Das passiert 2026: Die Bahn erwartet den Planfeststellungsbeschluss für Mitte 2026. Dann soll mit vorbereitenden Artenschutzmaßnahmen sowie dem Erstellen von Baustraßen und Lagerflächen begonnen werden. So geht es weiter: Der Bau der 25 Brücken beginnt wahrscheinlich in 2027. Dies gilt auch für die Bahnstationen und die Lärmschutzwände.
Sierksdorf-Altenkrempe: Sportplätze werden verlegt
Das muss gebaut werden: Zehn Kilometer Strecke, elf Brücken, sieben Kilometer Lärmschutzwände. Das passiert 2026: In der zweiten Jahreshälfte soll der Planfeststellungsbeschluss vorliegen. „Nach Erhalt finden voraussichtlich Vegetationsarbeiten, Artenschutzmaßnahmen oder die Herstellung von Baustraßen und Baustelleneinrichtungsflächen statt“, teilt der Bahnsprecher mit.Die eigentlich für Ende 2025 geplante Verlegung der Sportplätze in Hasselburg verschiebt sich.Die Bahn informiert: „Der Bau der neuen Sportplätze beginnt voraussichtlich in Quartal 2 und soll bis Ende 2026 laufen. Bauherrin der Sportplätze ist die Gemeinde Altenkrempe – die DB unterstützt die Gemeinde bei Planung und Finanzierung der Maßnahme.“Mit der Verlegung der Sportplätze werde Platz für das neue Feuerwehrgerätehaus und ein neues Sportlerheim geschaffen. Nach Katastrophenschutzgesetz könne das alte Gerätehaus erst nach Inbetriebnahme des neuen abgerissen werden. „Der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses könne wiederum erst erfolgen, wenn der Bau der Sportplätze abgeschlossen sei“, sagt der Bahnsprecher. So geht es weiter: Die Arbeiten an den Brücken und Lärmschutzwänden sollen 2027 losgehen.
Schashagen-Damlos:
Arbeiten ab Sommer
Das muss gebaut werden:15,1 Kilometer Strecke, eine Bahnstation, zwölf Brücken, 3,5 Kilometer Lärmschutzwände. Das passiert 2026: Auch hier erwartet die Bahn den Planfeststellungsbeschluss bis Mitte 2026. Danach sollen Bäume und Sträucher zurückgeschnitten, Artenschutzmaßnahmen erledigt und Baustraßen und Baustelleneinrichtungsflächen hergestellt werden. Zudem könnten die Arbeiten an den ersten Brücken starten. So geht es weiter: Wann Lärmschutzwände und der neue Haltepunkt in Lensahn errichtet werden, steht nicht fest.Oldenburg-Göhl: Wohin mit dem Bahnhof?Das muss gebaut werden:6,2 Kilometer Strecke, eine Bahnstation, fünf Brücken, 2,2 Kilometer Lärmschutzwände. Das passiert 2026:Hier dauert die Planung länger, was an dem Standort für den zukünftigen Haltepunkt liegt.Statt in Oldenburg soll dieser in Göhl entstehen. Der Bahnsprecher: „Diese Haltepunktvariante wird das Projektteam im Frühjahr 2026 als Planänderung beim Amt für Planfeststellung Verkehr einreichen.“ Parallel laufe die Erkundung des Baugrunds, um konkreter planen zu können.Ebenso soll im Winter 2026 mit dem Rückschnitt von Vegetation begonnen werden. Diese Arbeiten würden bis Januar 2027 andauern. So geht es weiter:Brückenbau, Lärmschutzwände und Haltepunkt sollen erst ab frühestens 2027 gebaut werden.
Heringsdorf-Neukirchen: Kümmern um Kammmolche
Das muss gebaut werden:Neun Kilometer Strecke, acht Brücken, fünf Kilometer Lärmschutzwände. Das passiert 2026:Im Verlauf des Jahres 2026 wird der Planfeststellungsbeschluss erwartet. Bis Frühjahr 2026 sollen zwei Kleingewässer für den Kammmolch fertig werden. „In den Wintermonaten 2026 wird darüber hinaus mit dem Rückschnitt von Vegetation und dem Anlegen von Amphibienschutzzäunen, temporären Winterverstecken und Vegetationsschutzzäunen begonnen. Diese Arbeiten dauern bis in den Januar 2027 an“, so der Bahnsprecher. So geht es weiter: Brücken und Lärmschutzwände werden aller Voraussicht nach ab 2027 gebaut.Großenbrode: Bäume müssen wegDas muss gebaut werden: 7,1 Kilometer Strecke, eine Bahnstation, vier neue Brücken, 1,5 Kilometer Lärmschutzwände. Das passiert 2026: Es stehen Rodungsarbeiten an. Dazu sollen erste Baustraßen und Baustelleneinrichtungsflächen für zum Beispiel ausgehobenen Boden angelegt werden. So geht es weiter: Der Brückenbau beginnt frühestens 2027. Wann die Lärmschutzwände errichtet werden, ist offen. Bezogen auf den neuen Haltepunkt an der K42 sagt der Bahnsprecher: „Die DB InfraGO AG baut im Zuge der Bauarbeiten die Bahnsteige und Zuwegungen. Für die Planung und den Bau des Bahnhofsumfeldes sind die Gemeinden Heiligenhafen und Großenbrode zuständig.“ Die DB wolle beginnen, sobald die Umweltmaßnahmen zum Schutz der lokalen Fauna abgeschlossen seien.
Fehmarn: Arbeiten rund um Burg und nahe Avendorf
Das muss gebaut werden:11,5 Kilometer Strecke, 1,8 Kilometer Lärmschutzwände, 25 neue Weichen. Das passiert 2026:Mitte Januar etwa sollen die neuen Schienen für die Strecke nördlich von Burg angeliefert werden. „Danach werden die alten Behelfsgleise zurückgebaut, um an deren Stelle das zweite neue Gleis verlegen zu können“, führt der Sprecher aus. Südlich von Burg soll 2026 der Erdbau für die neue Strecke fertiggestellt werden. Zudem erneuert die Deges eine Brücke bei Avendorf. So geht es weiter:Ab Anfang 2027 sollen südlich von Burg neue Gleise verlegt werden. Sobald die Schienenstrecke fertig ist, sollen die Lärmschutzwände aufgestellt werden.und ser