Die abstrakten Glasflächen in Rot-, Gelb- und Orangetönen sind durchsetzt von blauen und bordeauxroten Akzenten. Zwischen den Linien bleiben laut Künstler bewusst kleine Durchblicke nach draußen. Die Gestaltung verbindet leuchtende Farbflächen mit feinen Sandstrahlpartien.
Im unteren Bereich schützen die Farben die Intimität des Raumes, oben kann mehr Licht einfallen. Gefertigt wurden die Fenster in der Werkstatt Derix in Taunusstein bei Wiesbaden. Der Einbau der großen Glasfenster war millimetergenaue Handarbeit. Jedes Element wurde unter Anleitung des Künstlers eingesetzt.
Der „Raum der Stille“ liegt im Gebäudeteil West des Klinikums, links vom alten Haupteingang. Er ist etwa 60 Quadratmeter groß. In den kommenden Wochen wird er weiter eingerichtet: Möbel aus dem bisherigen Andachtsraum werden übernommen, Mitte November sollen neue Lampen folgen.
Der Altar wird nach einem Entwurf von Habedank gestaltet. Ein Altarbild arbeitet der Künstler selbst aus. Nach der offiziellen Einweihung steht der Raum allen zur Verfügung – unabhängig von Religion oder Konfession. Mittwochs ab 12.30 Uhr lädt die Krankenhausseelsorge zu einem 20-minütigen Mittagsimpuls mit Musik, Text, Gebet und einer kurzen Stille ein.
Die feierliche Einweihung ist für Anfang 2026 geplant. Neben Vertretern des Kirchenkreises und der Nordkirche wird auch Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, erwartet.
Träger der Finanzierung sind unter anderem der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, das UKSH, die Immobilien Partner UKSH GmbH, das Land Schleswig-Holstein sowie die Nordkirche und die katholische Kirche. Nach Angaben der Organisatoren fehlen noch etwa 10.000 Euro für Altar, Stuhlbezüge und ein Instrument; Spenden seien willkommen.