Integration per Fingertipp
Ostholstein schaltet App frei: Integreat bündelt Hilfsangebote für Neuzugewanderte.

„Willkommen in Ostholstein“ ist ein Reiter in der App. Andere lauten „Notfall“ oder „Zusammenleben in Deutschland“.Foto: Hannah Detlefsen
Eutin. Wer neu in Ostholstein ist, muss oft viele Fragen zugleich klären: Wo gibt es Beratung? Wie funktioniert der Behördengang? Wo finde ich Sprachkurse, medizinische Hilfe oder Angebote für Kinder und Familien? Antworten darauf sollen neu zugewanderte Menschen künftig gebündelt über die Integreat App erhalten.Der Kreis Ostholstein hat die mehrsprachige Informationsplattform jetzt im Rahmen des Onlineformats „Integreat Lunch & Launch” freigeschaltet. Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Beratungsstellen, Verbänden, Bildungseinrichtungen und weiteren Einrichtungen aus dem Netzwerk der Integrationsarbeit.

Die App fasst Informationen für den Alltag an einer Stelle zusammen. Themen sind unter anderem Behörden und Beratung, Sprache, Gesundheit, Bildung, Arbeit sowie Freizeit und gesellschaftliches Leben im Kreis. Die Inhalte stehen in mehreren Sprachen zur Verfügung und können auch offline abgerufen werden. Das soll den Zugang zu Informationen und Anlaufstellen erleichtern – gerade für Menschen, die sich vor Ort noch nicht auskennen oder nicht jederzeit über eine stabile Internetverbindung verfügen.

Entwickelt wurde das Angebot gemeinsam mit Kommunen, Institutionen und Fachstellen im Kreisgebiet. Landrat Timo Gaarz sieht in der App einen wichtigen Baustein des vom Kreistag beschlossenen Integrationskonzepts „Miteinander gestalten“. „Gute Integration beginnt auch damit, dass Menschen wissen, wo sie Unterstützung finden und wie sie sich in ihrem neuen Umfeld zurechtfinden können“, sagt Gaarz.

„Sie soll Menschen dabei unterstützen, sich in Ostholstein willkommen zu fühlen, ihren Alltag eigenständig zu gestalten und Teil unserer Gemeinschaft zu werden“, erklären Liane Schnee und Lisa-Marie Haafke von der Koordinierungsstelle für Integration und Teilhabe des Kreises Ostholstein.

Auch hauptamtliche Fachkräfte und Ehrenamtliche sollen von dem digitalen Angebot profitieren. Statt auf unterschiedliche Flyer und Internetseiten zu verweisen, können sie Informationen direkt weitergeben. Änderungen lassen sich zentral einpflegen und stehen anschließend allen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung.

Die Koordinierungsstelle für Integration und Teilhabe des Kreises will die App nach dem Start gemeinsam mit den beteiligten Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern weiterentwickeln. HAD
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