Bei einer turnusmäßigen Reinigung des Platzes fiel der Fachfirma auf, dass sich auf vielen Flächen die Rasenfasern aus dem Belagsgewebe lösen. Zudem gehen die Experten davon aus, dass sich unter dem laufenden Betrieb die schon vorhandenen Schäden weiter ausweiten und der Zustand des Platzes sich zunehmend verschlechtert. Eine Aufrechterhaltung des Spielbetriebs über das Jahr 2027 hinaus könne aufgrund des aktuellen Zustands und der erkennbar fortschreitenden Schädigung nicht mehr gewährleistet werden.
Damit also die langfristige Nutzbarkeit der Sportanlage gesichert und das Risiko einer ungeplanten Einschränkung oder Unterbrechung des Trainings- und Spielbetriebs reduziert werden, wird die Firma noch 2026 einen neuen Kunstrasen verlegen.
Der Belag des Sportplatzes wird also erneuert, das Vorhaben der Gemeinde, die komplette Sportanlage mit der maroden Halle und dem in die Jahre gekommenen Vereinsheim mithilfe von Bundesfördermitteln aus dem Topf „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu sanieren, hingegen erst einmal verschoben. Planungen für das etwa 1,8 Millionen Euro teure Projekt mit Aussicht auf eine 45-prozentige Förderung wurden Anfang des Jahres eingereicht. Doch Scharbeutz hatte keine Chance: Die beantragte Summe aller Antragsteller war 42 Mal höher als die vom Bund zur Verfügung gestellten 333 Millionen Euro. Das berichtet die Scharbeutzer Bürgermeisterin Bettina Schäfer (parteilos).Die Verwaltungschefin wartet nun auf neue Möglichkeiten der Förderung, um vor allem das kränkelnde Dach der Sporthalle zu erneuern und gleich mit Photovoltaik auszustatten sowie das Vereinsheim zu modernisieren. „Die Sanierung der Sportanlage in Gleschendorf ist eine Herzensangelegenheit. Deshalb geben wir die Hoffnung auf Fördermittel nicht auf“, erklärt Schäfer. Sie ist jetzt erst einmal froh, dass ein neuer Kunstrasenplatz genehmigt ist.
Mit dem geplanten neuen Belag in Gleschendorf hätte die Gemeinde bald zwei moderne Kunstrasenplätze zu bieten. Im benachbarten Pönitz wurde der künstliche Rasen im Sommer 2025 erneuert.