Der stellvertretende Kreissprecher Simon Bosk erklärt auf Nachfrage, dass der Halt auf Wunsch der Gemeinde Ratekau aufgehoben wurde. Das bestätigt Ratekaus Ordnungsamtsleiter Heiko Laskowski und erklärt die Beweggründe.
Die Entscheidung habe auf verschiedenen Aspekten beruht: Das Ordnungsamt habe laut Laskowski festgestellt, dass durch den Halt „keine sichere Gehwegsführung gegeben“ sei.
Auch die Sichtbarkeit des Fußgängerüberwegs zwischen dem Parkplatz und dem Erdbeerhofgelände sei durch den Busverkehr eingeschränkt. Laskowski erklärt: Wenn an dem Halt ein Bus stehe, bestehe die Möglichkeit, dass andere Verkehrsteilnehmer den Fußgängerweg nicht mehr sehen.
Einen Ersatz für die Haltestelle soll es nicht geben. Das Touristenziel bleibt jedoch weiterhin mit dem Bus erreichbar: Denn weniger als 200 Meter entfernt liegt an derselben Linie die Haltestelle „Warnsdorf Dorfplatz“.
Karls-Chef Robert Dahl wurde von den Plänen der Gemeinde zwar überrascht. Doch angesichts des verbleibenden Halts am Dorfplatz sieht er den Wegfall des Stops vor dem Erdbeerhof nicht als Problem. Als Warnsdorfer könne er die Entfernung gut einschätzen und sagt: „Ich denke, dass der Fußweg von zwei Minuten zumutbar ist.“
Dahl erklärt, dass der öffentliche Personennahverkehr für die Erreichbarkeit des Hofs grundsätzlich ein wichtiger Bestandteil sei. Messungen des Betriebs hätten gezeigt, dass 19 Prozent der Gäste nicht mit einem privaten Pkw zum Erdbeerhof fahren würden. Unter diesen Gästen seien auch die, die mit dem Fahrrad oder dem Bus nach Warnsdorf kämen.
Seit 2014 ist der Erdbeerhof in Warnsdorf ein Karls Erlebnis-Dorf. Millionen Gäste besuchen die Erdbeerdörfer jedes Jahr, die es im Norden unter anderem auch in Rövershagen bei Rostock, in Zirkow auf der Insel Rügen, in Koserow auf Usedom, in Loxstedt bei Bremerhaven und in Warnemünde gibt. 2024 verzeichnete „Karls“ mehr als 7,5 Millionen Gäste – ein Besucherrekord.