Fischbrötchen, Eis und Aperol: Der große Preisvergleich an der Küste
Das kostet der Urlaubsspaß in Timmendorf, Scharbeutz, Grömitz und Heiligenhafen – So teuer war es vor zwei Jahren.

Fast jedes Lokal bietet Aperol an – 8 Euro sind schon ein guter Preis, wie hier beim „Carpe Diem“ in Timmendorf.
Ostholstein. Mal eben ein Eis zur Erfrischung, am Abend ein Aperol Spritz oder doch lieber Pommes auf die Hand? Ganz gleich, wie man sich an Ostholsteins Küste verköstigt, es macht sich schnell im Geldbeutel bemerkbar.

Doch was kostet der Besuch an der Ostsee wirklich? Die LN haben sich in Scharbeutz, Timmendorfer Strand, Grömitz und Heiligenhafen umgeschaut und die Preise verglichen.

■ Aperol: Es ist und bleibt eines der beliebtesten Getränke im Sommer. Aperol Spritz gibt es deshalb in fast jedem Lokal. In Timmendorf kostet das Getränk im „Carpe Diem“ 8 Euro, 9,50 Euro sind es im „Restaurant Oswald“, und 5 Euro fallen in der Strandkorbvermietung Anders für den Aperol an.

Ähnlich sind die Preise in Scharbeutz: 8,90 Euro kostet der Aperol in „Erdmann‘s Kleines Steakhaus“. In der „Ahoi-Lounge“ werden 9,50 Euro fällig, das gilt auch für die „Ostseelounge Grömitz“. In „Bedis Bis-tro“ und im „High 5“ im Dünenpark gibt es das Getränk für 6,90 Euro. 9,50 Euro kostet der Drink im „Deck 7“ in Heiligenhafen. Im „Nordpol“ am Binnenhafen gibt es das Getränk ab 18 Uhr für 5 Euro.

Der Vergleich zu 2024: Das Sommergetränk ist häufig teurer geworden. Das „Ahoi“ in Scharbeutz nimmt nach einem Eigentümerwechsel mittlerweile 2,50 Euro mehr. Den günstigsten Aperol gab es damals in „Bedis Bistro“ in Grömitz (5,90 Euro), er kostet jetzt einen Euro mehr. In der „Ostseelounge“ wurde der Preis um 50 Cent angehoben. Im „Oswald“ in Timmendorf liegt der Preis unverändert bei 9,50 Euro, im „Filou“ bei ebenfalls gleichbleibenden 8,20 Euro.

■ Fischbrötchen: Ostseeküste und Fisch – das gehört zusammen. Verglichen wurde das klassische Matjesbrötchen, das es bei „Gosch“ an allen Orten für 4,50 Euro gibt. Im „Störteburger“ in Timmendorf werden 4,90 Euro aufgerufen, im „Strandnest“ Heiligenhafen gibt es die Delikatesse ebenfalls für 4,90 Euro. 6 Euro werden dagegen im „Hendriks“ in Grömitz fällig, 6,50 Euro sind es im „Soul to go“, 4,90 Euro bei „Fish&Coffee“ und 4,70 Euro in „Bedis Bistro“ im Dünenpark.

Der Vergleich: Preislich hat sich nichts getan im Vergleich zu 2024. Im Schnitt liegt das Matjesbrötchen vielerorts noch immer bei 4,50 bis 4,90 Euro – nur einige Ausreißer verlangen mehr.

■ Eis: In Timmendorf kostet die Kugel im „Eiscafé Tonegutti“ 2,30 Euro – und ist damit eine der teuersten an Ostholsteins Küste. Im nahegelegenen „Pinocchio“ und im Eiscafé „e und c“ sind es 2 Euro. Der gleiche Preis wird in Scharbeutz fällig – ganz gleich ob im „Eiscafé da Renzo“ oder im „Eiscafé bei Mario“.

2 Euro – dieser Preis gilt auch bei „Giovanni L.“ in Heiligenhafen. Die Besonderheit: Kinder bis acht Jahre dürfen sich eine Kugel für 1,50 Euro aussuchen. Und auch im „Eiscafé Lido“ in Grömitz und im „Tamatsu“ in Grömitz kostet die Kugel je 2 Euro.

Der Vergleich: Es scheint, als hätten die Eispreise ein Maximum erreicht. Allerorts waren sie 2024 auf demselben Niveau.

■ Pommes: Wenn’s mal schnell gehen soll, sind Pommes immer noch der Klassiker. 6,50 Euro kostet die Portion für Kinder im „Café Fitz“ in Timmendorfer Strand, 4,90 Euro im „Oswald“ in Timmendorf (ebenfalls Kinderkarte). Im „Grande Beach Café“ in Scharbeutz gibt es die Fritten für 4,45 Euro, 4,50 kosten sie in der „Boom Manufaktur“ in Scharbeutz. Der gleiche Preis wird in Heiligenhafens Strandbar „Deck 7“ fällig. Im „Seeblick“ im Ferienpark des Ortes kosten die Pommes 5,90 Euro, 5 Euro sind es im „Strandnest“ und 5,50 Euro im „O Marinheiro“, dafür aber bereits mit Ketchup oder Majo. 4 Euro kosten die Pommes im „Hendriks“ in Grömitz, 4,50 Euro sind es im „Soul to go“.

Der Vergleich: 2024 waren Pommes im „Café Fitz“ für 8,50 Euro noch der Aufreger, jetzt ist der Preis deutlich gesunken. Um einen Euro hat dagegen das „O Marinheiro“ den Pommespreis erhöht. Viele weitere Locations haben gewechselt, sodass die Preise nicht komplett vergleichbar sind.

■ Strandkorb: Entspannt den Tag am Strand verbringen, das geht am besten, wenn man einen Strandkorb mietet. Wir haben die Preise direkt an der jeweiligen Seebrücke verglichen. 17 Euro kostet der Zweisitzer pro Tag in Timmendorf, in Scharbeutz sind es ebenfalls 17 Euro, wer die erste Reihe möchte, muss 19 Euro zahlen. Günstiger ist es in Heiligenhafen: Hier kostet das Vergnügen 12 Euro pro Tag, in Grömitz sind je nach Wassernähe zwischen 13 und 18 Euro fällig.

Der Vergleich: Um einen Euro wurden die Preise in Grömitz angehoben. In Scharbeutz und Timmendorf sind die Kosten konstant geblieben, lagen aber dafür bereits 2024 höher. Heiligenhafen bleibt bei 12 Euro.

■ Fahrräder ausleihen: Mal eben den Nachbarort erkunden oder zum Einkaufen radeln, dafür eignet sich das Fahrrad im Sommer besser als das Auto. Wer eines leihen möchte, muss in Scharbeutz bei „Fahrrad Hesse“ 13 Euro pro Tag bezahlen. 11 Euro kostet das Rad beim Fahrradverleih am Minigolfplatz in Timmendorf. Bei „Wöllert“ in Grömitz kostet der Tag 10 Euro, in Heiligenhafen sind es 12 Euro in „Pits Fahrradverleih“.Der Vergleich: Die Preise für Leihräder sind teils angestiegen. In Heiligenhafen sind es beispielsweise 2 Euro pro Tag mehr als noch vor zwei Jahren. In Timmendorf ist der Preis gleich geblieben. mwe

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