Beim „MOO“-Projekt bereiten die Jugendlichen in der Küche für die Gäste das Abendessen frisch vor und servieren es vor Ort. „Das ist für viele Hilfesuchende seit Jahren ein fester Anker geworden“, sagt Renè Bornmann, Leiter der Zentralen Beratungsstelle. „Es ist schön zu erleben, wie zugewandt und vorurteilsfrei die jungen Menschen auf sie zugehen und sie wertschätzen.“ Hunderte Jugendliche haben seit Projektbeginn schon an „MOO“ teilgenommen. „Und alle haben etwas mitgenommen für ihr Leben“, ist sich Udo Blankenstein sicher. „Sie kommen mit Menschen in Kontakt, die sie sonst nie treffen würden. Und merken schnell, dass es Menschen wie du und ich sind. Und sie verstehen durch Gespräche mit ihnen, dass ein Leben nicht immer so verläuft wie geplant, dass oft Schicksalsschläge Auslöser für viele Probleme sein können.“
Einige Jugendliche bleiben „MOO“ viele Jahre erhalten – so wie der 18 Jahre alte Theo Fritsche. „Ich bin schon seit fünf Jahren dabei und finde es zum einen toll, dass wir gemeinsam kochen als Gemeinschaft und zum anderen, dass wir Menschen in mehrfacher Hinsicht einen Raum geben können, den sie sonst nicht haben.“ Noah Kandel ist 13 Jahre alt und relativ neu bei „MOO“: „Für den guten Zweck habe ich mich schon lange interessiert. Der Kontakt zu den Menschen bei der Essensausgabe macht mir bisher am meisten Spaß.“
„MOO“ lebt vor allem von den Jugendlichen und ihrem Engagement. Aber auch von Spenden. „Ohne die finanzielle Unterstützung für Lebensmittel und Küchenausstattung wäre all das nicht möglich“, so Udo Blankenstein. Er hofft, genauso wie alle anderen Beteiligten, dass die „MOO“-Reise noch lange weitergeht und auch in der Zukunft noch viele weitere Begegnungen schafft.