Im vergangenen Jahr war der Abschluss eines Pachtvertrags mit einem Gastronomen kurzfristig gescheitert. Jetzt blickt die Scharbeutzer Bürgermeisterin Bettina Schäfer nach dem Gespräch mit dem potenziellen neuen Pächter optimistisch in die Zukunft. „Es gibt einen positiven Beschluss. Es geht voran“, erklärt sie.
Der Bewerber
kommt gut an
Die Kommunalpolitiker waren also angetan vom Konzept des Gastronomen. Der bringt laut der Bürgermeisterin langjährige Erfahrung mit. Der Ausschuss sprach sich mehrheitlich für weitere Verhandlungen aus. „Wir haben die Verwaltung beauftragt, in weitere Gespräche einzutreten“, erklärte Dieter Bähr (CDU), Vorsitzender des Tourismusausschusses.
Haffkrugs Dorfvorsteher Michael Dietz freut sich, dass nach seinen Informationen ein Caterer aus dem Paderborner Raum das Haffhuus wieder beleben möchte. Doch er sei noch vorsichtig optimistisch. Er wolle erst einmal abwarten, wie sich die Verwaltung mit dem Bewerber einige. Immerhin steht das Haffhuus nicht komplett leer. Neben Kursen von Sportverein und anderen Institutionen werden auch Touristen seit diesem Jahr ins Haffhuus gelockt. Um das Gebäude touristisch zu nutzen, musste die Haus- und Benutzungsordnung angepasst werden. „Wir sind schon einmal froh, dass mit der Tourismusagentur Lübecker Bucht (Talb) dort bereits etwas passiert“, sagt Michael Dietz.
Haffhuus soll touristisch
bespielt werden
Die Talb bespielt seit dieser Saison das Haffhuus, um Einnahmen zu generieren. Diverse Veranstaltungen sind geplant. Unter anderem will Comedian und Seebrückenschwimmen-Teilnehmer Wigald Boning am Sonnabend, 27. Juni, ab 19 Uhr mit seinem Programm „Herr Boning geht baden“ auftreten. Darin erzählt er von seiner Badeleidenschaft und seinen Erlebnissen. Karten dafür kosten 30 Euro und sind unter www.luebecker-bucht-ostsee.de buchbar.
Erstmals suchte die Gemeinde 2021 einen Pächter für den kulturellen Mittelpunkt Haffkrugs, der 2022 fertiggestellt wurde und 4,3 Millionen Euro kostete. Verpachtet wird ein knapp 143 Quadratmeter großer Gastronomie-Bereich mit einer 150 Quadratmeter großen Außenterrasse sowie eine Fläche mit Küche, Nebenräumen und Sanitäranlagen, die etwa 150 Quadratmeter fasst. Nach einer Bestuhlungsvariante der Gemeinde, die der Ausschreibung neben einem Lageplan beigefügt ist, hätten 207 Gäste drinnen und 116 Gäste auf der Terrasse Platz.
Die Höhe der Pacht
ist Verhandlungssache
Nachdem 2025 endlich ein Bewerber gefunden worden war, sprang dieser jedoch kurzfristig wieder ab. Daraufhin lockerte die Gemeinde ihre Bedingungen und ließ auch Caterer als Bewerber zu.
Das Pachtverhältnis soll nach Wunsch der Verpächterin für zunächst zehn Jahre mit der Option auf Verlängerung abgeschlossen werden. Über die Höhe der monatlichen Kosten ist nichts bekannt. Bettina Schäfer signalisierte zum Start der vierten Ausschreibung Anfang des Jahres Verhandlungsbereitschaft: „Die Pacht hängt vom Betreiberkonzept ab.“
Wie hoch die Pacht ausfällt und wie die vertraglichen Details aussehen, wird nun mit dem neuen Bewerber verhandelt. „Ich hoffe, dass wir einen Pachtvertrag hinbekommen“, sagt Bettina Schäfer. Auch Dieter Bähr sehe der Sache positiv entgegen: „Wir sind auf einem guten Weg.“