Gemeinsam für mehr Sicherheit im Kreis
Verwaltung und Feuerwehr sprachen über Bevölkerungsschutz, Ehrenamt und neue Strukturen.

Fachbereichsleiter Sicherheit und Gesundheit Dr. Uwe Jürgens (v.li.), Kreisbrandmeister Michael Hasselmann, Landesbrandmeister Jörg Nero, Landrat Timo Gaarz, Fachdienstleiterin Bevölkerungsschutz und Ordnungsangelegenheiten Franziska Ehmke und Landesgeschäftsführer Volker Arp trafen sich im Eutiner Kreishaus.Foto: Kreis Ostholstein
Eutin. Wie kann der Bevölkerungsschutz im Kreis Ostholstein auch künftig verlässlich funktionieren? Darüber haben Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein und des Kreises Ostholstein jetzt im Kreishaus in Eutin gesprochen.

Teilgenommen haben unter anderem Landrat Timo Gaarz, Landesbrandmeister Jörg Nero, Landesgeschäftsführer Volker Arp sowie Kreisbrandmeister Michael Hasselmann. Ziel des Treffens war es, aktuelle Herausforderungen zu besprechen und die Zusammenarbeit zwischen Kreis, Feuerwehren und weiteren Einsatzkräften weiter zu stärken.

Bereits zu Beginn des Gesprächs wurde deutlich, dass die Anforderungen an den Bevölkerungsschutz in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen sind. Extreme Wetterereignisse, veränderte Sicherheitslagen sowie zunehmende Anforderungen an die kommunale Gefahrenabwehr machen eine kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Strukturen erforderlich.

Im Mittelpunkt standen Themen wie die geplante Überarbeitung des Brandschutzgesetzes, die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren und die Frage, wie Hilfsfristen realistisch und gleichzeitig verlässlich gestaltet werden können. Auch der demografische Wandel spielte eine Rolle: Um Einsätze langfristig abzusichern, bleibt die Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen eine wichtige Aufgabe.

„Der Bevölkerungsschutz ist eine zentrale Zukunftsaufgabe der kommunalen Ebene“, betonte Landrat Timo Gaarz. Nur durch enge Zusammenarbeit lasse sich die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger langfristig stärken.

Der Kreis Ostholstein hat nach eigenen Angaben bereits mehrere Projekte angestoßen – darunter den Katastrophenschutzbedarfsplan, den Ausbau des Sirenennetzes, neue Bevölkerungsschutzzentren sowie Maßnahmen für Aus- und Fortbildung.

Einigkeit bestand am Ende des Austausches darin, dass moderner Bevölkerungsschutz heute mehr umfasst als reine Einsatzbewältigung: Vorsorge, belastbare Strukturen und eine enge Abstimmung aller Beteiligten gewinnen zunehmend an Bedeutung.

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