„Grundsätzlich ist es unser Ziel, mit einer eigenen Kandidatin oder einem eigenen Kandidaten ins Rennen zu gehen“, erklären Michael Strümpell und Nils Hopp vom Bürgerbündnis Neue Perspektive (BBNP). „Als örtliche Wählergemeinschaft verfügen wir naturgemäß jedoch nicht über einen so großen überregionalen Kandidatenpool wie etwa bundesweit aufgestellte Parteien.“
Die Verantwortlichen beim BBNP seien offen für Interessenten aus der Gemeinde und der näheren Umgebung. Darüber hinaus führe man bereits erste Gespräche mit potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten.
Eilig haben es die Vertreter des BBNP aber nicht. „Da die offizielle Einreichung eines Wahlvorschlags erst im Frühjahr 2027 erforderlich ist, sehen wir keinen Anlass, uns durch bereits erfolgte Nominierungen anderer politischer Akteure zeitlich unter Druck setzen zu lassen“, teilen sie mit. Mit sechs Abgeordneten ist das BBNP die stärkste Fraktion in der Timmendorfer Gemeindevertretung, gefolgt von der CDU mit fünf Gemeindevertretern.
Bei den Grünen ist noch nichts entschieden, berichtet deren Gemeindevertreter Jan Karthäuser: „Mit der Kandidatenfrage sind wir aktuell nicht beschäftigt.“ Er verweist zugleich auf Grüne in Spitzenämtern. „Es gibt beispielsweise einen grünen Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg sowie grüne Bürgermeister in Kiel und in Eutin.“ Das zeige, dass bei vielen Wahlen die Persönlichkeit der Kandidaten im Vordergrund stehe und dass die Grünen eine starke Partei der Mitte seien, so Karthäuser.
Schon entschieden haben sich die Timmendorfer Sozialdemokraten. „Wir stellen zur Bürgermeisterwahl keine Kandidatin beziehungsweise keinen Kandidaten auf“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Axel-Michael Unger. Es sei noch offen, wen die SPD unterstützen werde.
Erneut kandidieren will der Amtsinhaber Sven Partheil-Böhnke (FDP). Er hatte sich im Mai 2021 bei der Stichwahl mit insgesamt 52,5 Prozent gegen Melanie Puschaddel-Freitag (CDU) durchgesetzt und sein Amt am 1. Juli 2021 angetreten.