Die Hausbewohner bemerkten den gefiederten Besuch, weil der Vogel nicht mehr aus dem Kamin herauskam, und alarmierten die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte eintrafen, saß der Haubentaucher bereits im Ofenrohr vor dem Kaminofen im Wohnzimmer fest.
„Der Vogel konnte sich nicht mehr eigenständig aus der misslichen Lage befreien“, berichtet Einsatzleiter David Siegmund. Mit Fingerspitzengefühl und etwas handwerklichem Geschick bauten die Feuerwehrleute Teile des Kaminofens ab, um möglichst schonend an den Vogel heranzukommen. Über die Revisionsklappe gelang schließlich die Rettung: Während der Haubentaucher vorsichtig nach oben herausgezogen wurde, stützten ihn die Einsatzkräfte gleichzeitig durch die Ofentür von unten ab.
Nach der geglückten Befreiung durfte sich der erschöpfte Vogel zunächst in einer Transportbox der Feuerwehr erholen. Anschließend brachten ihn die Einsatzkräfte zu einer Wasservogelexpertin nach Lübeck, wo der Haubentaucher nun wieder zu Kräften kommen kann. Nach rund zwei Stunden war der ungewöhnliche Rettungseinsatz beendet – und der tierische Kaminbesucher wieder in sicherer Umgebung.