Jeannine Kloor ist SEK-Sprecherin. Sie sagt, dass im Zuge der Umsetzung der Krankenhausreform ab Januar 2027 keine Leistungen wegfallen. Im Gegenteil: „Wir bauen die geriatrischen Kapazitäten weiter aus, denn der Bedarf an geriatrischer Versorgung wird perspektivisch weiter zunehmen.“
Ostholstein hat dieUm dem gerecht zu werden, hat das Eutiner Krankenhaus die Zahl der Betten seit dem vergangenen Jahr von 101 auf 154 Betten erhöht. Jeannine Kloor verweist auch auf das schleswig-holsteinische Gesundheitsministerium. Dieses wolle einen Ausbau der Kapazitäten, um die Versorgung in der Region sicherzustellen.
50 neue geriatrischeWeiter sagt sie: „Das SEK Eutin steht bereits mit dem Ministerium in Gesprächen und plant aktuell mit bis zu weiteren circa 50 geriatrischen Betten.“ All diese Betten könne man in den Bestandsgebäuden unterbringen. Somit könne man die Kapazitäten auch ohne einen weiteren Neubau ausbauen und die 2027 beginnende Umstrukturierung des Altbaus kostengünstig abbilden.
Die Entwicklung wird sich laut der SEK-Sprecherin auch auf die Zahl der Mitarbeitenden auswirken. Bereits von 2019 bis 2026 ist diese von 155 auf 280 Personen gestiegen. Weitere Einstellungen werden notwendig sein.
Unklar ist derzeit, welche Folgen die Schließung des Ameos-Klinikums in Middelburg mit dem Schwerpunkt Geriatrie haben wird. Laut Kloor werde man zunächst einen Ausbau der geriatrischen Tagesklinik in Eutin prüfen. Außerdem habe man eine Tagesklinik in der Palliativmedizin beantragt, aber noch keine Genehmigung seitens des Ministeriums erhalten.
Weiter südlich hat Cornelia Herold als Geschäftsführerin die Lage im Helios Agnes Karll Krankenhaus im Blick. Die Klinik selbst ist ein Belegkrankenhaus, in dem niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen und Patienten stationär behandeln können.
Diese Leistungen„Wir wollen unser bewährtes medizinisches Spektrum in vollem Umfang erhalten. Daher haben wir im Rahmen der Krankenhausreform fristgerecht alle derzeit angebotenen Leistungen beim zuständigen Ministerium beantragt“, sagt Herold. „Wir wollen unsere überregional bekannte Versorgung in den Bereichen Palliativmedizin, Orthopädie und Neurochirurgie weiter ausbauen und stärken.“
Weiter erklärt sie, dass die Krankenhausreform durch eine stärkere Ambulantisierung auf eine flexiblere und vor allem bedarfsorientiertere stationäre Versorgung und die Konzentration komplexer medizinischer Leistungen an spezialisierten Standorten abziele. „Dieser Ansatz bestätigt den Weg, den wir bei Helios bereits seit Jahren erfolgreich verfolgen“, sagt sie.
Und Astrid Reining, Sprecherin der Neustädter Schön-Klinik, sagt, dass aktuell nicht abschließend entschieden sei, welche Veränderungen zum Jahreswechsel, bezogen auf die angebotenen Leistungen, anstünden. Im Hinblick auf die strukturellen Anforderungen ab 2027 sei man gut aufgestellt.