So wird der Sierksdorfer Strand wieder schick
Fast zweieinhalb Jahre hat es nach der Sturmflut gedauert – Nun werden 70.000 Kubikmeter Sand aufgespült

Sierksdorf. Dicke Rohre liegen am Strand. Ebenso stehen mehrere Bagger bereit. In der kommenden Woche werden hier in Sierksdorf insgesamt 70.000 Kubikmeter Sand verteilt. Das entspricht etwa 5000 bis 6000 Lkw-Ladungen. Was bisher noch gefehlt hat, ist Tauwetter. Das Eis, das sich in den vergangenen Wochen auf der Ostsee angesammelt hat, muss weg. Dann kann es losgehen.

Für die Gemeinde ist die Aufspülung ein finanzieller Kraftakt. Laut Bürgermeister Carsten Bruhn kostet das Projekt etwa 2,5 Millionen Euro. Einen Teil der Kosten übernimmt das Land. Er rechnet mit 200.000 bis 300.000 Euro.

„Unglücklicherweise wurde ein Teil der Förderung gestrichen“, sagt Carsten Bruhn. Dies sei nicht fair, da andere Orte entlang der Ostseeküste mit deutlich höheren Summen und Anteilen unterstützt worden seien.

„Es heißt, dass der Strand bei uns lediglich eine touristische Bedeutung habe und es sich demnach nicht um Küstenschutz handelt“, sagt Bruhn. Doch aus seiner Sicht ist das nicht richtig: „Wir wissen, wenn unsere Küste nicht hält, läuft Haffkrug voll.“ Aus diesem Grund wolle man sich dafür einsetzen, die Bedeutung des Küstenschutzes zu verdeutlichen.

Sierksdorf musste – verglichen mit anderen Orten im Kreis Ostholstein – äußerst lange auf die Strandaufspülung warten. So wurden die Strände in Grömitz und Scharbeutz bereits wenige Monate nach der Sturmflut im Herbst 2023 wiederhergestellt. Und auch in Heiligenhafen sieht es seit knapp zwei Jahren wieder schick aus.

In Sierksdorf liefen die Vorbereitungen für die Sandaufspülung auf Hochtouren. Baggerschiffe bringen den Sand von Kühlungsborn in die Lübecker Bucht. Durch eine lange Leitung wird er dann ans Ufer gespült und von dort aus gleichmäßig und wie vorab festgelegt verteilt.

Ebenfalls entschieden ist, was geschieht, wenn die 70.000 Kubikmeter nicht ausreichen. Dann würden zusätzlich 5000 bis 6000 zusätzliche Kubikmeter zum Schutz des Deckwerks im Bereich des Fischerplatzes aufgespült. Des Weiteren sollen zwei Sanddepots angelegt werden.

Sollte das Wetter mitspielen, könnte der Sand ab Montag, 23. Februar, in Sierksdorf ankommen. Zuletzt wurde der Strand übrigens im April 2015 so großflächig instandgesetzt. ser

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