Gesucht werden weiter „engagierte Pächter“ – dieses Mal können neben Gastronomen auch Catering-Firmen ein Betriebskonzept einreichen. Einsendeschluss ist der 1. Mai. Die Scharbeutzer Bürgermeisterin Bettina Schäfer (parteilos) erläutert die Ergänzungen, die im Zuge der vierten Ausschreibungen vorgenommen wurden. „Es können sich auch Caterer bewerben, die für Veranstaltungen im Haffhuus die Versorgung übernehmen“, erklärt sie.
Hintergrund ist ein Konzept der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (Talb) für die drei Veranstaltungsräume, das gerade erarbeitet wird. Das Ziel: Mit Events und wiederkehrenden Programmen für Gäste und Einheimische den 4,3-Millionen-Bau als kulturellen Mittelpunkt in Haffkrug beleben. „Wir wollen das Haffhuus mehr touristisch bespielen“, erklärt Schäfer. Das Konzept der Talb solle schon zu Saisonbeginn umgesetzt werden, heißt es in der Ausschreibung.
Von den Angeboten der Talb könnte dann auch der neue Pächter profitieren, der sich bei Events um das Catering in den Räumen neben dem Gastrobereich kümmert. „Der Pächter hätte dann eine feste Einnahme. Das wäre eine Win-Win-Situation“, betont die Verwaltungschefin.
Verpachtet werden wie seit der ersten Ausschreibung 2021 ein knapp 143 Quadratmeter großer Gastronomie-Bereich mit einer 150 Quadratmeter großen Außenterrasse sowie eine Fläche mit Küche, Nebenräumen und Sanitäranlagen, die etwa 150 Quadratmeter fasst. Nach einer Bestuhlungsvariante der Gemeinde, die der Ausschreibung neben einem Lageplan beigefügt ist, hätten 207 Gäste innen und 116 Gäste auf der Terrasse Platz.
Das Pachtverhältnis soll nach Wunsch der Verpächterin für zunächst zehn Jahre mit der Option auf Verlängerung abgeschlossen werden. Über die Höhe der monatlichen Kosten ist nichts bekannt. Bettina Schäfer signalisiert Verhandlungsbereitschaft: „Die Pacht hängt vom Betreiberkonzept ab.“
Nach dem Einsendeschluss am 1. Mai möchte die Gemeinde vier geeignete Interessenten aussuchen, die dann bis zum 30. Juni ein detailliertes Angebot abgeben können. Die Bürgermeisterin hofft auf einen passenden Betreiber. „Wir wollen, dass das Haffhuus vernünftig bespielt wird“, sagt Bettina Schäfer.