Die Anekdote über den Fehlbetrag sorgte für gute Laune auf der Baustelle an der Schwartauer Straße, direkt an der Ostseite der A1. „Erst vor zweieinhalb Monaten haben wir hier den ersten Spatenstich gesetzt, und seither geht es richtig schnell“, stellte der da noch amtierende Bürgermeister Thomas Keller fest. Die Betonsohle für den künftigen, zweigeschossigen Sozialtrakt wirkt gewaltig.
„Vermutlich können wir noch in diesem Jahr Richtfest feiern“, erklärte Thomas Keller. Erst einmal versenkte er jedoch mit Gemeindewehrführer Christian Ziemann und dem Sereetzer Ortswehrführer Henning Gribkowski die kupferne Röhre im Beton. Neben den Münzen befinden sich darin die Baupläne, eine Ausgabe des Anzeigenblattes Reporter und eine aktuelle Ausgabe der LN.
Wenn auf dem 3600 Quadratmeter großen Grundstück weiterhin alles klappt wie geplant, wollen die Bauherren im Herbst 2027 ein neues Feuerwehrhaus mit 1700 Quadratmetern Grundfläche an die Feuerwehr Sereetz übergeben. 60 Feuerwehrleute und 30 Mitglieder der Jugendfeuerwehr haben dann siebenmal mehr Platz als bisher im alten Bau an der Berliner Straße.
„Das wird kein Prachtbau, sondern genau das, was die Feuerwehr tatsächlich braucht“, betonte Bürgermeister Keller. Die Eckdaten des Neubaus lassen dennoch Vorfreude aufkommen: Eine Halle für vier Fahrzeuge der Ortswehr und ein Logistikfahrzeug sowie ein zweigeschossiger Sozialtrakt mit Umkleiden, Versammlungsraum, Küche, Atemschutzwerkstatt, Fahrstuhl, sanitären Anlagen und barrierefreiem WC werden gebaut.
In der Gemeinde Ratekau gibt es acht Ortswehren. Von diesen warten noch Warnsdorf und Offendorf auf ein neues Gerätehaus. Den ersten Spatenstich in Offendorf wollen die Verantwortlichen nach derzeitiger Planung in diesem Jahr setzen.
Für den Sereetzer Neubau sind bislang 5,1 Millionen Euro kalkuliert. Diese Summe kann die Gemeinde ohne Kreditaufnahme stemmen. Wer die in der Gemeindekasse fehlenden 3,88 Euro ausgleicht, wird noch geklärt.