18 neue Sozialwohnungen: Bau schreitet schnell voran
Richtfest nach sieben Monaten in Ahrensböker Straße – Mieter sollen Ende 2027im Quartier 91 einziehen.

Für das Richtfest in Stockelsdorf ging es hoch aufs Baugerüst für Marco Fibelkorn (v.li.), Geschäftsführer der Baufirma Marco Fibelkorn Baumanagement, Projektleiter Jan Bohnsack, Hochbaupolier Toni Zolldann, Bürgervorsteher Manfred Beckmann und Bürgermeisterin Julia Samtleben.Foto: Hannah Detlefsen
Stockelsdorf. Hochbaupolier Toni Zolldann erhebt sein Schnapsglas: „Dem Maurer gilt ein erstes Hoch, dem Dachdecker das zweite noch. Mit Fleiß und Können, Hand in Hand, entstand dieses Haus in festem Stand.“ Der Richtspruch gilt den zwei Mehrfamilienhäusern, die derzeit in der Ahrensböker Straße in Stockelsdorf entstehen. Über ihnen weht die Richtkrone. Sieben Monate nach dem ersten Spatenstich wird jetzt das Richtfest gefeiert.

„Die Häuser sind in einer absoluten Rekordzeit entstanden“, sagt Marco Fibelkorn, Geschäftsführer der bauausführenden Firma Marco Fibelkorn Baumanagement aus Lübeck, erfreut und bedankt sich bei den versammelten Handwerkern und Projektpartnern. Neben ihm und Toni Zolldann stehen auf dem Baugerüst Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben (SPD), Bürgervorsteher Manfred Beckmann und Projektleiter Jan Bohnsack.

18 Wohnungen sollen

Ende 2027 bezugsbereit sein

Der Bau kostet die Gemeinde rund 5,5 Millionen Euro. Die 18 Wohnungen werden spätestens Ende 2027 bezugsfertig sein. Es handelt sich um sozialen Wohnraum, der ausschließlich im ersten Förderweg des Landes Schleswig-Holstein gefördert ist – das bedeutet: Die Miete ist gedeckelt, die Vergabe läuft über die Gemeinde, und Interessenten benötigen einen Wohnberechtigungsschein. Die Gemeinde erhält dafür einen Förderzuschuss von knapp 1,7 Millionen Euro über die Investitionsbank Schleswig-Holstein. Die Wohnungen verteilen sich gleichmäßig auf beide Häuser mit jeweils neun Einheiten. Zehn Wohnungen sind zwischen 50 und 75 Quadratmeter groß und für Ein- bis Drei-Personen-Haushalte gedacht, acht Wohnungen mit rund 84,5 Quadratmetern richten sich an Familien mit bis zu vier Personen.

Die Nettokaltmiete beträgt 6,65 Euro pro Quadratmeter. Eine 50-Quadratmeter-Wohnung kostet damit rund 332 Euro im Monat, eine 84,5-Quadratmeter-Wohnung rund 562 Euro, jeweils zuzüglich Nebenkosten. Gebaut werden auch 24 Stellplätze. Das Projekt ist Bestandteil des neuen Wohngebiets Quartier 91, in dem auf einem rund 11.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Ahrensböker Straße, Mühlenberg und Hohlweg insgesamt 64 Wohneinheiten entstehen werden.

Weitere 46 Wohneinheiten

entstehen auf dem Areal

Die anderen 46 Wohneinheiten sind frei finanziert. Die Gesamtinvestition für das gesamte Quartier beläuft sich auf rund 20 Millionen Euro. Bis Ende 2029 soll es fertiggestellt sein. „Mit dem heutigen Richtfest setzen wir ein wichtiges Zeichen für bezahlbaren Wohnraum in unserer Gemeinde“, sagt Bürgermeisterin Julia Samtleben. „Die Nachfrage nach preisgünstigen Wohnungen ist ungebrochen hoch. Umso wichtiger ist es, dass wir als Gemeinde selbst investieren und gemeinsam mit verlässlichen Partnern Wohnraum schaffen, der dauerhaft Menschen mit kleinerem und mittlerem Einkommen zugutekommt. Wir werden künftig 29 neue Wohnungen haben, die gefördert sind.“ Denn neben den 18 Wohnungen in der Ahrensböker Straße plant die Gemeinde elf Wohnungen in der Max-Hamerich-Straße. Lange wurde über den Neubau, für den ein Spielplatz verlegt werden muss, gestritten. Zuletzt war das Projekt mit einem Sperrvermerk im Rahmen der Haushaltsberatungen im November 2025 auf Eis gelegt worden. Dieser wurde in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung aufgehoben. Der Spatenstich könnte also noch im Laufe des Jahres erfolgen.

Das etwa vier Millionen Euro teure Projekt soll über das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität mitfinanziert werden: Die Gemeindevertretung hat das Vorhaben auf Platz vier einer Prioritätenliste gesetzt, über die Stockelsdorf voraussichtlich rund 7,2 Millionen Euro aus dem Bundesfonds abrufen kann. Oberste Priorität hat demnach der Neubau der Erich-Kästner-Grundschule.

Der Bedarf für soziale Wohnungen ist da. „Es melden sich viele Familien bei uns, die derzeit zu viert in einer kleinen Wohnung leben“, so Bürgermeisterin Julia Samtleben. had
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