„Das Geld dafür haben wir zusammen“, sagt Flynns Tante Nina Tion erfreut. Nach der Krebsdiagnose war sie es, die sofort über die Internetplattform gofundme.com zu Spenden für ihren Neffen aufrief. Inzwischen sind etwa 69.700 Euro zusammengekommen.
Dank der Spendengelder kann Flynns Familie die etwa 50.000 Euro teure Therapie angehen. Eine Therapie, die das Immunsystem darauf trainiert, spezifische Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Anders als vorbeugende Impfungen richtet sie sich gegen bestehende Tumore.
Die Impfung gegen den Hirntumor soll Flynns Immunsystem auf mutierte Proteine, die nur in den Tumorzellen vorkommen, aufmerksam machen. Entwickelt werden Impfstoffe basierend auf Peptiden, also Eiweißstücken.
Krebs-Impfung ist noch
keine Standardtherapie
Bei dieser Therapie handelt es sich um ein Forschungsgebiet, das noch nicht als Standardtherapie zugelassen ist. Ob und wann Flynn diesen Impfstoff bekommt, hängt nun von Untersuchungsergebnissen ab.
Seine Tante Nina Tion ist zuversichtlich, dass der 13-Jährige die Immuntherapie angehen kann, sobald der Impfstoff bereitliegt. Das könne noch etwa vier Monate dauern, sagt Tion.
Bis dahin hofft sie, dass sich ihr Neffe noch viele Träume erfüllt. Einige – vorwiegend sportliche – durfte er bereits mit seiner Familie erleben. So durfte der begeisterte Golfspieler gleich zu Beginn des Jahres in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen, um bei einem internationalen Golfturnier live dabei zu sein. „Flynn war mit seinen Eltern in Dubai und hat viele bekannte Golfprofis getroffen“, erzählt Nina Tion. Er habe sogar Rory McIlroy die Hand geschüttelt, berichtet Tion von Flynns Begegnung mit dem nordirischen Golfprofi, die der Golfausrüster Taylormade vor Ort arrangiert hatte.
Knapp einen Monat nach Dubai riefen die Berge in Österreich. Noch ein Traum, der dank der Spenden wahr wurde. „Flynn liebt Skifahren“, betont seine Tante. Sie und die restliche Großfamilie begleiteten Flynn nach Österreich. „Es war zu schön, um wahr zu sein. Alle haben die Auszeit genossen, alle waren glücklich. Und die Berge sind einfach magisch“, erzählt Tion. Obwohl Flynn aufgrund seiner Medikamenteneinnahme schwach gewesen sei, stand der 13-Jährige täglich für ein paar Stunden auf den Brettern. „Es war ein ganz, ganz toller Urlaub“, schwärmt Tion.
Medikamente schwächen
Wieder zu Hause muss sich Flynn immer öfter ausruhen. Das geliebte Fußballtraining mit seiner Mannschaft, der SG Pönitz/