Wochenmarkt am Brink feiert Ende der Baustelle
Erster Bauabschnitt des Radschnellweges fertiggestellt – Händler laden am 7. November zum Fest ein.

Die Marktbeschicker am Brink hoffen nach dem Ende der Baustelle wieder auf mehr Kundschaft.Foto: Agentur 54°
Lübeck. Große Erleichterung bei den Händlern des Wochenmarktes am Lübecker Brink: Nach den langen Strapazen durch die Baustelle in der Ratzeburger Allee freuen sich die Marktbeschicker nun auf bessere Zeiten. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten für den ersten Abschnitt des Radschnellwegs soll wieder etwas Normalität einkehren – und die Kunden sollen wieder vermehrt zum Wochenmarkt kommen. „Wir haben es geschafft. Hurra!“, sagt Andreas Boomers, der auf dem Wochenmarkt Gewürze verkauft. „Das war keine einfache Zeit für uns.“

Der Hintergrund: Die Baustelle in der Ratzeburger Allee für den neuen Radschnellweg hat Marktbeschickern am Brink große Probleme beschert. Viele Händler beklagten zum Teil massive Umsatzverluste, weil die Zufahrt zu dem Wochenmarkt nur eingeschränkt möglich war.

20 Prozent weniger Umsatz habe er während der Baustellenzeit hinnehmen müssen, berichtet ein Marktbeschicker. Der ansässige Bio-Supermarkt klagte über Umsatzeinbußen von rund 100.000 Euro. Viele Kundinnen und Kunden, die normalerweise mit dem Auto zum Wochenmarkt gefahren waren, mieden offenbar den Markt und erledigten ihre Einkäufe andernorts.

Besonders sauer stieß den betroffenen Marktbeschickern die Kommunikation der Hansestadt bezüglich der Baustelle und deren Auswirkungen auf den Verkehr auf. Verkehrsführungen hätten sich schnell geändert, Einbahnstraßenregelungen seien umgekehrt worden, und manches Mal habe es überhaupt keine Ankündigung der Stadt gegeben, berichten die Händler.

Auch Anwohner in der Straße Am Brink waren empört, als von heute auf morgen ein Parkverbot eingeführt wurde und sie ihre Autos weit weg von der Haustür abstellen mussten. Glücklich war der, der ein eigenes Grundstück mit Parkmöglichkeit hatte.

Die Hansestadt beteuerte immer wieder, dass bei der Planung die verschiedenen Interessen sorgfältig abgewogen worden seien. „Wir verstehen jedoch, dass die vorübergehenden Einschränkungen für einzelne Betroffene mit Unannehmlichkeiten verbunden sein können“, sagte Stadtsprecherin Nicole Dorel.

Aber die scheinen jetzt beendet – und das soll gefeiert werden. „Am 7. November organisieren wir ein großes Fest am Brink, um das Ende der Baustelle und die schwierigen Zeiten für uns und unsere Kunden gebührend zu feiern“, sagt Boomers.

Die Öffnungszeiten des Marktes werden am 7. November auf 15 Uhr ausgeweitet, die Marktbeschicker planen, Sitzgelegenheiten aufzustellen, die Kundinnen und Kunden zum Verweilen einladen sollen. Ein Spielemobil und ein Zauberer sollen Kinder unterhalten, Marktbesuchern werden verschiedene Suppen, Schmalzbrote, Bier und Wein angeboten. Dazu wird es ein Musikprogramm geben. „Wir haben an dem Tag unser Personal aufgestockt“, sagt Boomers. „Das wird ein großes Fest.“

Über die Querelen und Ärgernisse während der Bauphase will Andreas Boomers am liebsten gar nicht mehr sprechen. „Wir lassen jetzt Gras über die Sache wachsen. Wir freuen uns, dass die Bauarbeiten zu Ende sind, und wir hoffentlich wieder zu einer Art Normalität zurückkehren können“, sagt Boomers. Man wolle sich noch einmal explizit bei dem Marktamt für die gute Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Festes bedanken. „Wir wollen jetzt gemeinsam positiv nach vorn schauen.“ und HAN
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